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	<title>..::: ELISABETH KULMAN :::.. mezzo-soprano &#124; contralto</title>
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	<description>Official website of the Austrian mezzo-soprano and contralto Elisabeth Kulman</description>
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		<title>Diverse</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 19:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>utasander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews | Presseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Orgelkonzert &#8211; Wiener Konzerthaus 2012 Konzerthaus: Elisabeth Kulmans Eroberungen Die Mezzosopranistin Kulman veredelte einen bemerkenswerten Abend im großen Saal des Wiener Konzerthaus mit musikalischer Romantik. Tröstliche Erfahrungen von Brahms&#8217; meditativen... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/diverse-reviews/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Orgelkonzert &#8211; Wiener Konzerthaus 2012</h4>
<p>Konzerthaus: Elisabeth Kulmans Eroberungen<br />
Die Mezzosopranistin Kulman veredelte einen bemerkenswerten Abend im großen Saal des Wiener Konzerthaus mit musikalischer Romantik. Tröstliche Erfahrungen von Brahms&#8217; meditativen Gesängen erfuhr man hautnah.<br />
Elisabeth Kulman, vollständig genesen von ihrem – die Stimme gefährdenden – Unfall im vergangenen Sommer, wird so etwas wie eine Liedregentin des Wiener Konzerthauses. Beim Festival, das von der Konzerthausgesellschaft in Shanghai ausgerichtet wird, gastiert sie im Herbst mit einem Mahler-Abend, wenig später singt sie Schumanns „Frauenliebe und -Leben“ im Mozartsaal.<br />
Kürzlich sang sie Brahms&#8217; späte „Ernste Gesänge“, die zum Intimsten gehören, das unser musikalisches Erbe bereithält – im großen Saal. Das musste sein, denn die Kulman hatte einen Organisten zum Begleiter: Im Verein mit Wolfgang Kogert gelang es der Künstlerin, dank expressiver, aus dem Wort geborener Darstellung, die Aufmerksamkeit des Publikums voll und ganz zu fokussieren. Bitternis und tröstliche Erfahrungen von Brahms&#8217; meditativen Gesängen erfuhr man hautnah.<br />
Vor der Pause gab es bereits – sozusagen als himmlischen Gegenpol zur irdisch-grübelnden Todesnähe – schwebend-schöne Engelsgesänge aus der Feder von Louis Vierne („Les Angélus“, ein Triptychon op. 57) – das ist ja eine feine Komponente des Orgelzyklus, dass der Musikfreund hier ein Repertoire kennenlernen darf, zu dem er sonst kaum Zugang gewinnt.<br />
Nicht nur im Falle der Werke des Orgelmeisters Vierne lohnt sich das. Auch ein Werk wie César Francks Choral III (A-Moll) und die ausgreifende C-Moll-Sonate „Der 94. Psalm“ von Julius Reubke sind lohnende Begegnungen: fantasievoll verzweigte, harmonische Pfade erkundend der Franck, heftig in „Walküren“-Sturmgefilden wildernd der Reubke: Die Anrufung des himmlischen Rächers, der die Gottlosen bestrafen möge, inspirierte den Liszt-Schüler zu einer gewaltig aufrauschenden Tondichtung nach dem Vorbild seines Lehrers, deren Akkordmassen Kogert gegen alle technischen Unbilden, die ihm Komposition wie Konzerthausorgel in den Weg stellten, siegforschend meisterte.<br />
Wilhelm Sinkovicz &#8211; DIE PRESSE &#8211; 17.5.2012</p>
<h4>Hans Sommer: Sappho-Gesänge op. 6 &#8211; Bamberg 2010</h4>
<p>Sebastian Weigle dirigierte am Samstag die späte Erstaufführung von Orchesterliedern Hans Sommers.<br />
Bamberg Gibt es tatsächlich nachträgliche Gerechtigkeit? Lässt sich – mit Jahrzehnten Verspätung – das scheinbar unabänderliche Urteil der Musikgeschichte nachhaltig korrigieren? Im Falle von Hans Sommer haben der Dirigent Sebastian Weigle, die Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und die Bamberger Symphoniker am Samstag mit großem Nachdruck und Überzeugungskraft Revision eingelegt. Beim jüngsten Abonnementkonzert der &#8220;Bamberger&#8221; erlebte die 1884 entstandene Orchesterfassung von Sommers Liederzyklus &#8220;Sapphos Gesänge&#8221; ihre packende Erstaufführung an der Regnitz.<br />
Mit Sommers op. 6 ist ein Komponist zu entdecken, der – allen erkennbaren Einflüssen zum Trotz – in diesen Liedern einen beachtlich eigenständigen Stil gefunden hat. Mag auch in vielen Details bis hin zum oftmals deklamatorischen Gestus der Einfluss von Wagner und Liszt unverkennbar sein – epigonal wirken Sommers Sappho-Gesänge keineswegs. Vielmehr beeindruckten sie durch ihren Farbenreichtum im Klang, durch ihren Nuancenreichtum im Ausdruck, den Sebastian Weigle mit sensiblem Gespür fein differenziert entfalten ließ.<br />
Vor allem aber fand Hans Sommer in Elisabeth Kulman eine Vokalsolistin, die das Publikum mit intensiver Gestaltungskraft in Bann zog, besonders nachdrücklich im Schlussgesang &#8220;Weine nicht, weil Dich die Götter gesendet&#8221; (&#8220;Singst Du dereinst meine Leider, weht Dir mein Geist durch die Ewigkeit wieder&#8221;).<br />
Ihr warm timbrierter Mezzosopran klang durchweg präzis fokussiert, wirkte in allen Lagen sicher geführt und abgerundet in der Tongebung. Nie geriet sie in Versuchung, dynamisch zu forcieren – auch dort nicht, wo Sebastian Weigle den Orchestersatz vielleicht ein Spur noch hätte zurücknehmen können. Sorgsam differenzierte Artikulation garantierte stets subtil textbezogene Interpretationen bei durchweg guter Verständlichkeit. Entsprechend ausdauernd begeistert war denn auch der Beifall des Publikums.<br />
Jochen Berger &#8211; FRÄNKISCHER TAG &#8211; 10.5.2010</p>
<h4>Zweite Norn (Richard Wagner: Götterdämmerung) &#8211; Wiener Staatsoper 2008</h4>
<p>Beide Schicksalsschwestern wurden jedoch von Elisabeth Kulman vollkommen in den Schatten gestellt. Nicht nur diese ebenmäßig strömende, große, tragfähige Stimme fasziniert, sondern auch das Engagement, mit dem die Künstlerin Wotans Runen, die Weltesche, den versiegenden Quell und den scharfen Fels, um den sich das Seil schlingt, geradezu greifbar macht! Diese Norn will nicht nur &#8220;singen&#8221;, sondern noch auf die Welt Einfluss nehmen.<br />
DER NEUE MERKER</p>
<h4>Storgé (G.F. Händel: Jephtha) – Dir.: Nikolaus Harnoncourt – styriarte 2009</h4>
<p>Ebenso großartig erfüllte Elisabeth Kulman die Partie der Storge mit Leben. Mit der ganzen Bandbreite ihrer beeindruckenden Stimme zeigte sie die Mutter des vermeintlichen Opfers als eine, die wild aufbegehrt und tief verzweifelt. Ihre düsteren Vorahnungen gehörten eindeutig zu den Höhepunkten des Abends.<br />
Karin Zehetleitner &#8211; APA</p>
<p>Elisabeth Kulmans interessantes Timbre könnte süchtig machen.<br />
WIENER ZEITUNG</p>
<h4>Alcina (G.F. Händel: Alcina) &#8211; Junge Oper St. Pölten 2001</h4>
<p><strong></strong>Elisabeth Kulman gave an arresting performance as Alcina &#8211; fullblooded and accomplished, a wonderfully lush voice.<br />
OPERA NOW</p>
<h4>Pamina (W.A. Mozart: Zauberflöte) &#8211; Wiener Volksoper 2002</h4>
<p><strong></strong>Elisabeth Kulman was a sublime Pamina: young, pretty and sexy; her focused, creamy and powerful voice, smoothly extending down into her lower range, reminds one of Gundula Janowitz. A profoundly sad &#8220;Ach, ich fühl&#8217;s&#8221; was a highpoint, memorable for some perfectly produced, unearthly pianissimos.<br />
ANDANTE</p>
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		<title>Hans Sommer-CD mehrfach ausgezeichnet</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 19:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Die kürzlich erschienene CD mit Orchester-Liedern von Hans Sommer, eingespielt von den Bamberger Symphonikern unter Sebastian Weigle gemeinsam mit Elisabeth Kulman und dem Bariton Bo Skovhus, erntet herausragende Kritiken und... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/hans-sommer-cd-mehrfach-ausgezeichnet/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/10/cd_sommer1a.jpg" class="floatbox" rev="group:1519 caption:`CD Hans Sommer`"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1436" title="CD Hans Sommer" src="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/10/cd_sommer1a-150x150.jpg" alt="CD Hans Sommer" width="150" height="150" /></a>Die kürzlich erschienene <strong>CD mit Orchester-Liedern von Hans Sommer</strong>, eingespielt von den Bamberger Symphonikern unter Sebastian Weigle gemeinsam mit Elisabeth Kulman und dem Bariton Bo Skovhus, erntet herausragende Kritiken und Preisauszeichnungen in Fachzeitschriften, darunter den <strong>&#8220;Excellentia Award&#8221;</strong> von Pizzicato und den <strong>&#8220;Prix découverte</strong>&#8221; von Diapason.</p>
<p><em>&#8220;Ein Glücksfall für diese Produktion ist Elisabeth Kulman, deren Gestaltungskraft die Sommer-Lieder auf die höchste Ebene hebt. Sie hat die Phantasie und das Herz dazu, jedes Lied ganz auszuleben, mit nobelstem Klangsinn und einer leidenschaftlichen Hingabe, die vollendet zeigt, wie sehr die Sängerin sich die Musik zu eigen gemacht hat.&#8221;</em></p>
<p><a title="CD “Hans Sommer” – 2012" href="http://www.elisabethkulman.com/cd-hans-sommer-2012/">Mehr lesen »</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die CD ist im Fachhandel sowie im Internet erhältlich, zum Beispiel bei <a title="Amazon.de" href="http://www.amazon.de/gp/product/B006OW5DN2/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=elishop-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B006OW5DN2" target="_blank">Amazon.de</a>.</p>
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		<title>CD &#8220;Hans Sommer&#8221; &#8211; 2012</title>
		<link>http://www.elisabethkulman.com/cd-hans-sommer-2012/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 20:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews | Presseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Preise Diapason &#8211; Prix découverte Pizzicato &#8211; Excellentia Award Luister &#8211; Luister 10 Radio Stephansdom &#8211; CD der Woche Radio Stephansdom &#8211; CD des Tages &#160; Pizzicato EXCELLENTIA AWARD April... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/cd-hans-sommer-2012/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/10/cd_sommer1a.jpg" class="floatbox" rev="group:1488 caption:`CD Hans Sommer`"><img class="size-thumbnail wp-image-1436  alignleft" title="CD Hans Sommer" src="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/10/cd_sommer1a-150x150.jpg" alt="CD Hans Sommer" width="150" height="150" /></a></p>
<h4>Preise</h4>
<p>Diapason &#8211; Prix découverte<br />
Pizzicato &#8211; Excellentia Award<br />
Luister &#8211; Luister 10<br />
Radio Stephansdom &#8211; CD der Woche<br />
Radio Stephansdom &#8211; CD des Tages</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pizzicato EXCELLENTIA AWARD April 2012</strong></p>
<p>Mit mäßigem Interesse hatte ich die SACD in den Player geschoben, eine jener zahllosen Platten erwartend, die zwar ordentlich Inhalt bieten, aber nicht wirklich Begeisterung hervorrufen. Die ersten Klänge lassen aufhorchen, im zweiten der Sappho-Lieder steigt das Barometer zusehends, und wenn dann Elisabeth Kulman, mit strahlend-expressiver Stimme und Sebastian Weigle mit packender Gestik das dritte Lied beginnen, &#8220;Hört mich, ihr grausamen Götter&#8221;, stehen alle Antennen auf hundertprozentigem Empfang und die Musik fließt erregend durch die Gehörgänge&#8230; Hans Sommer?</p>
<p>Hans Sommer (1837-1922), Mathematiker, Naturwissenschaftler, Direktor der Technischen Hochschule seiner Heimatstadt Braunschweig, war auch Komponist. Mit Liszt, Wagner und Richard Strauss befreundet, schrieb er Opern, Vokal- und Kammermusik. Sony hatte 2007 eine CD mit Liedern herausgebracht, die ich nicht gehört hatte.</p>
<p>Wieso ist diese großartige Musik nicht bekannt? Aus Bamberg, wo Weigle seinen späten, aber so wichtigen Kreuzzug für Sommer im Konzert begann, verlautet, die Lieder Hans Sommers seien &#8220;ein aufgrund langer Zeit unzugänglicher Quellen bislang wenig erforschtes, aber umso wichtigeres Bindeglied zwischen der Wagner-Nachfolge und dem Liedschaffen Mahlers und Strauss&#8217;&#8221;. Doch der Musikverlag Universal Edition habe nun neues Notenmaterial erstellt, um Sommers Musik zugänglich zu machen. Dank an die Edition!</p>
<p>Sommers Orchesterfassung von &#8220;Sapphos Gesänge&#8221; aus dem Jahre 1884 ist der erste spätromantische Orchesterliedzyklus im deutschsprachigen Raum überhaupt. Die Musik erinnert an Wager, aber epigonal ist sie nicht. Da war ein Komponist am Werk, der Sinn für Dramatik und Textstimmungen hat, das genannte Lied und das urwitzig effektvoll instrumentierte Goethe-Lied vom König und dem Floh sind dafür prägnante Beispiele. Doch eigentlich ist jedes von Sommers Liedern ein gewachsener, lebendiger Organismus, in dem spätromantische Musik pulsiert. Sommer hat eine blühende Phantasie, Sinn für musikalische Entwicklung, seine Musik besticht durch ihre Eloquenz und ihren Farbenreichtum und die dadurch erreichte Ausdrucksvielfalt.</p>
<p>Sebastian Weigle bringt das Deklamatorische der Musik prächtig zum Ausdruck, erfüllt jedes Stück mit Leben und nuanciert ganz wunderbar zwischen gewaltigen Akzenten und großartigen Crescendi, feinsten Piani und abgewogenen Diminuendi. Sommers romantischer Überschwang ist bei ihm und seinen tadellos musizierenden Bambergern bestens aufgehoben.</p>
<p>Ein Glücksfall für diese Produktion ist Elisabeth Kulman, deren Gestaltungskraft die Sommer-Lieder auf die höchste Ebene hebt. Sie hat die Phantasie und das Herz dazu, jedes Lied ganz auszuleben, mit nobelstem Klangsinn und einer leidenschaftlichen Hingabe, die vollendet zeigt, wie sehr die Sängerin sich die Musik zu eigen gemacht hat. Bo Skovhus erreicht diese gestalterische Souveränität nicht ganz, doch er singt auch ganz engagiert, textverständlich und sehr musikalisch.</p>
<p>Sommer wird mit dieser Platte rehabilitiert. Am Publikum liegt es nun, diese Rehabilitierung zu validieren. Dem Leser sein geraten, dabei nicht zu zögern.</p>
<p>Rémy Franck, PIZZICATO, April 2012</p>
<hr />
<p><strong>Diapason découverte</strong></p>
<p>Voici un compositeur à redécouvrir sans tarder ! Mathématicien et physicien, Hans Sommer embrasse d&#8217;abord une carrière scientifique. A plus de quarante ans, il décide de se vouer à la musique et compose les Chants de Sappho (1884-1885). Il publie ensuite de nombreuses mélodies avec piano, orchestrant seulement Odysseus (1901) et un recueil de Goethe-Lieder (1919-1922), son chant du cygne. Entre l&#8217;alpha e l&#8217;oméga de cette production, pas d&#8217;évolution stylistique notable : contemporain de Brahms, Sommer, reste fidèle à une esthétique postromantique. On décèle çà et là l&#8217;influence de Liszt, Strauss et Wagner, moins frappante toutefois que la formidable personnalité du musicien. Il faut davantage qu&#8217;un métier habile pour concevoir cette ample déclamation et ces envoûtantes irisations orchestrales, animées par la fluidité d&#8217;une subtile polyphonie.</p>
<p>Elisabeth Kulman séduit tout autant ; on admire sa diction parfaite, la plasticité de son phrasé, sa voix charnue et timbrée sur l&#8217;ensemble de la tessiture. L&#8217;incarnation de Sappho est saisissante : révolte lors d&#8217;une ardente invocation aux dieux (Hört mich, ihr grausamen Götter!), lumineuse sérénade (Ich singe der Kraft) qui précède une résignation poignante (Weine nicht, weil dich die Götter gesendet).</p>
<p>La mélancolie intériorisée de Mignon (Mignons Sehnen), la douleur, l&#8217;angoisse et l&#8217;abattement de Gretchen (Ach neige, du Schmerzenreiche) bénéficient de la même acuité dramatique.</p>
<p>Par son timbre terne, ses aigus forcés, Bo Skovhus déçoit, même s&#8217;il enlève avec beaucoup d&#8217;esprit la « Chanson de la puce » (König und Floh) et traduit avec justesse le troubles du Harpiste (Des Harfners Gesang). Les Bamberger Symphoniker respirent avec une louable souplesse ; Sebastian Weigle sculpte des plans sonores d&#8217;où se détachent des solos inspirés. En 2004, Stella Doufexis avait gravé un beau florilège de lieder avec piano (Sony). Ceux avec orchestre sont aujourd&#8217;hui une révélation.</p>
<p>Hélène Cao, DIAPASON, Mai 2012</p>
<hr />
<p>Schwerblütig</p>
<p>Klassikalbum für den Frühling: Die heimische Mezzosopranistin Elisabeth Kulman überzeugt mit Liedern von Hans Sommer.</p>
<p>Nach ihren Auftritten bei den Salzburger Festspielen und an der Wiener Staatsoper ist sie derzeit auf dem besten Weg, zum Star zu werden: Die österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, die sich trotz wundersatter Tiefe allen Ernstes jahrelang für einen Sopran hielt, legt nun &#8211; gemeinsam mit dem Bariton Bo Skovhus &#8211; ihre vierte CD vor. Sie tritt mit Orchesterliedern von Hans Sommer (1837-1922) an, der Mathematiker, Gema-Mitbegründer, Liszt-Schüler und Cosima-Wagner-Freund war. Der Braunschweiger ist ein Fressen für Brahms- und Strauss-Fans. Süffig, aber tiefsinnig klingen &#8220;Sapphos Gesänge&#8221;. Man mag über die schwülstigen Texte von Carmen Sylva streiten (&#8220;Die Blume verblühet auf fließender Flut), doch sie versinken in einem Strom fein orchestrierter Töne, über denen die immer ein wenig trauerumflorte Stimme Kulmans mit feiner Diktion schwebt. Sie scheint wie geschaffen für diese schwerblütigen Stücke. Auch akustisch gibt diese Aufnahme viel her. Sebastian Weigle begleitet Kulman mit den spätromantisch getönten Bamberger Symphonikern so streichelsanft, dass man sofort die Wiederholungstaste drückt. So wird bereits das Frühjahr zum Liedersommer.</p>
<p>Manuel Brug, PROFIL, 7.5.2012</p>
<hr />
<p><strong>Die besten CDs des Frühjahrs</strong></p>
<p><strong></strong>Hans – wer? Nie gehört. Doch was für eine herrliche spätzeitliche Musik! Halb Brahms, halb Strauss: Kulman vor allem öffnet einem mit ihrem Mezzo alle Herzensporen für diese Neuentdeckung!</p>
<p>Christine Lemke-Matwey, TAGESSPIEGEL, 25.3.2012</p>
<hr />
<p>&#8230; Bei Sapphos Anrufung &#8220;Hört mich, ihr grausamen Götter&#8221; tritt eine Wagner&#8217;sche Figur auf die Klangbühne, dies auch dank der vokalen Präsenz der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, die mit ihrer dunklen, klangreichen Stimme (eine Entdeckung!) ein überzeugendes Plädoyer für den szenisch-dramatischen Zyklus hält. &#8230;</p>
<p>Jürgen Kesting, OPERNWELT, April 2012</p>
<hr />
<p>&#8230; Elisabeth Kulman ist der Star dieser Aufnahme. Die österreichische Mezzosopranistin gehört nicht umsonst zu den gefragtesten Sängern ihres Fachs. Sie verbindet dramatische Strahlkraft mit lyrischer Wärme und formt die Phrasen mit liebevoller Sorgfalt für den Text. Auch im Piano behält ihr Timbre immer seinen golden schimmernden Glanz. Mit ihrem herrlichen Gesang veredelt sie die Lieder von Hans Sommer und verführt leicht dazu, die Stücke für Meisterwerke halten zu wollen. &#8230;</p>
<p>Markus Stäbler, WDR3, 26.4.2012</p>
<hr />
<p>&#8230; Skovhus und Kulman nehmen sich Sommers Werken mit großem Ernst und musikalischer Reife an: sie mit großformatigem, warmen Mezzo, er mit dramatisch gefärbtem Bariton &#8230;</p>
<p>A. Laska, DAS OPERNGLAS 05/2012</p>
<hr />
<p>Was für eine Entdeckung! Wie konnte eine qualitativ derart hochrangige Musik so gründlich aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden? Der Name Hans Sommer dürfte den allerwenigsten ein Begriff sein, doch wer diese CD mit seinen Orchesterliedern hört, fragt sich, weshalb das so ist. Zumal Sommers Biographie alles andere als uninteressant ist.</p>
<p>1884 studierte er einige Monate bei Franz Liszt, war seit den 1880er Jahren, die ihn nach Weimar verschlugen, mit Richard Strauss befreundet. Gemeinsam mit ihm gründete Sommer die Genossenschaft deutscher Tonsetzer, der bald die Anstalt für musikalische Aufführungsrechte angegliedert wurde, der Vorläufer der heutigen GEMA. So war Sommer ein Vorkämpfer des modernen Urheberrechts, auch darin eine ausgesprochen aktuelle Figur.</p>
<p>Optiker und Komponist</p>
<p>1837 in Braunschweig geboren, wuchs er in einer Industriellenfamilie auf. Sein Stiefvater besaß eine große Fabrik für optische Geräte. Nach dem Studium der Physik und Mathematik in Göttingen war Sommer intensiv im technischen Hochschulbereich tätig und entwickelte sich zu einem bedeutenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Photo-Optik. Dennoch blieb die Musik für die offenkundige Doppelbegabung als zweite Leidenschaft stets präsent. 1865 wurde in Braunschweig Sommers erste Oper uraufgeführt, manch anderes blieb ungedruckt. Er machte sich einen Namen als Liedkomponist, verständlich, wenn man die Orchesterlieder auf der neuen CD der Bamberger Symphoniker hört. Großenteils dürften sie im Rahmen von Konzerten der Bamberger als Orchesterlieder in jüngster Zeit überhaupt erst uraufgeführt worden sein.</p>
<p>Unkonventioneller Wagnerianer</p>
<p>Man hört dieser Musik an, dass Sommer ein glühender, wenn auch eher unkonventioneller Wagnerianer war. Er gründete den Braunschweiger Wagner-Verein, nachdem er das Ehepaar 1875 kennenlernte, blieb jedoch stets auf Distanz zum Bayreuther Wagner-Zirkel. In den Liedern, in der glänzenden Instrumentierung, auch in der Stimmführung und den melodischen Bögen, ist der Einfluss des Bayreuther Meisters mit Händen zu greifen, weit klarer als das später bei Richard Strauss in dessen frühen Opern &#8220;Guntram&#8221; oder &#8220;Feuersnot&#8221; der Fall war. Trotzdem wäre es falsch, Sommers Musik epigonal zu nennen. Sie wirkt bei allen Anklängen und Ähnlichkeiten ebenso inspiriert wie persönlich, eigenständig und individuell. Ein wenig verschattet klingt das alles, durchzogen von einer Grund-Melancholie, für die auch die Auswahl der Texte spricht. Spannend wäre es, Sommers Opern zu hören. Für seine &#8220;Loreley&#8221; etwa machte sich Richard Strauss stark, mochte er das Libretto auch noch so &#8220;unmöglich&#8221; finden. Immerhin ist mit dieser Einspielung ein Anfang gemacht. Dass das Notenmaterial über einen Nachkommen Sommers bei Wolfram Graul, dem Orchesterproduzenten des Bayerischen Rundfunks landete, dass der sich fasziniert von der Qualität der Musik zeigte und die Bamberger Symphoniker, Sebastian Weigle und zwei ausgezeichnete Solisten für die Realisierung gewinnen konnte, ist ein schönes Beispiel dafür, was öffentlich-rechtlicher Rundfunk leisten kann und immer wieder leistet.</p>
<p>Plastische und transparente Deutung</p>
<p>Die Bamberger fühlen sich in diesem symphonischen Repertoire hörbar wohl. Mag sich das Orchester unter seinem Chefdirigenten Jonathan Nott auch der Moderne und dem Zeitgenössischen geöffnet haben, die große Symphonik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts spielt nach wie eine maßgebliche Rolle im Repertoire des Orchesters. Weigle gelingt eine ungemein plastische und transparente Deutung, was Sommers Intentionen entsprechen dürfte. Seine exzellente Instrumentation kommt voll zum Tragen, die Sänger ruhen auf einem wunderbar samtigen spätromantischen Klangfundament, das jedoch immer durchsichtig bleibt. Bo Skovhus, der in jüngerer Zeit nicht immer über jeden Zweifel erhaben war, singt schön, lediglich in der ein wenig flach und angestrengt wirkenden Höhe mit leichten stimmlichen Problemen. Elisabeth Kulman begeistert mit ihrer wunderbar warmen, expressiven, ausgezeichnet geführten Stimme und beweist einmal mehr, dass sie inzwischen zu den derzeit bedeutendsten Mezzo-Sopranistinnen überhaupt gehört.</p>
<p>Oswald Beaujean, BR Klassik, 26.4.2012</p>
<hr />
<p><strong>Der Frühling wird bereits zum Lieder-Sommer</strong></p>
<p><strong></strong>Achtung: Entdeckung! Die österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, die sich trotz wundersatter Tiefe allen Ernstes jahrelang für einen Sopran hielt, legt ihre vierte CD vor (die sie sich mit dem Bariton Bo Skovhus teilt). Nicht nur ist sie selbst auf dem Weg zum Star, sie tritt hier mit einer Trüffel-Trouvaille an, Orchesterliedern von Hans Sommer (1837-1922), Mathematiker, Gema-Mitbegründer, Liszt-Schüler und Cosima-Wagner-Freund. Der Braunschweiger ist ein Fressen für Strauss-Fans. Süffig, aber tiefsinnig, sparsam, nicht fett sind seine &#8220;Sapphos Gesänge&#8221;. Sebastian Weigle begleitet mit den spätromantisch abgetönten Bamberger Symphonikern so streichelsanft, dass man sofort die Wiederholungstaste drückt.</p>
<p>DIE WELT, 12.4.2012</p>
<hr />
<p>Jetzt ist&#8217;s passiert, wir sind, selbstverständlich widerstrebend und unter Protest, doch noch zu einem Sommer-Junkie geworden. Schuld daran hat zuerst Elisabeth kulman, diese phantastische österreichische Mezzosopranistin mit dem buttergelben Legato und der süßen, süßen Tiefe. Sie singt die versunkenen, betrunkenen &#8220;Sappho&#8221;-Gesänge, die der Braunschweiger Optiker, Physiker und Mathematiker Hans Sommer 1884 komponiert hat (kurz bevor er als Schüler der Kompositionsklasse von Franz Liszt in Weimar beitrat), mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Genauigkeit, als handle es sich nicht um eine wagnerepigonale verlängerte Schwafelei, vielmehr um ein Unikat, ein einmaliges, epochemachendes Meisterwerk. Schuld hat aber sicher auch Sebastian Weigle, der Musikchef der Frankfurter Oper, der mit den Bamberger Symphonikern den Orchesterpart zu diesem neuen Sommer-Lieder-Album (Tudor/Naxos) liefert: so durchsichtig und versponnen, so fein und schlicht und unparfümiert. Eine brutal irrlichternde Sumpf-Musik! Deshalb sind wir nun dem Bariton Bo Skovhus doch sehr dankbar dafür, dass er manchmal, zum Beispiel in &#8220;Wanderers Nachtlied&#8221;, etwas stark aufträgt und so enorm überpointiert, dass wir aufwachen, die Augen reiben, die Ohren putzen und merken, aha, es ist also doch nur ein Kitsch. Aber: Wie wunderwunderschön!</p>
<p>eeb, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG, 15.4.2012</p>
<hr />
<p>Überraschend. Zugegeben, man hätte diese CD vielleicht unbeachtet gelassen, wäre darauf nicht die bekanntermassen herrliche Stimme der österreichischen Mezzosopranistin Elisabeth Kulman zu hören. So aber lohnt es sich doppelt, die Lieder des bis anhin unbekannten Braunschweiger Mathematikers und Physikers Hans Sommer (1837-1922) anzuhören. Einmal mehr ein Beweis dafür, dass die Geschichte, auch die Musikgeschichte, in ihrer Auswahl der Überlebenden und der Vergessenen nicht immer gerecht ist. Hans Sommer, der Freizeitkomponist und zeitweilige Liszt-Schüler, ist ein musikalischer Lyriker, der es in den besten Momenten mit Mahler und Richard Strauss aufnehmen kann. Die Orchestrierung ist konventionell, aber sehr gekonnt &#8211; nie zu dick, stets rücksichtsvoll auf den Eigenklang der Instrumente bedacht. Elisabeth Kulman und Bo Skovhus singen die zwanzig Orchesterlieder hervorragend textdeutlich und machen es den Bamberger Symphonikern unter Sebastian Weigle leicht, sie innig zu begleiten.</p>
<p>bli, BASLER ZEITUNG, 24.3.2012</p>
<hr />
<p><strong>Die Entdeckung</strong></p>
<p>&#8220;Die Lieder sind freilich sehr dramatisch gehalten, aber mit Verstand und Geschmack. Fahren Sie nur so fort!&#8221; Das schrieb Franz Liszt einem hoffnungsvollen Komponisten. Sein Name: Hans Sommer, geboren 1837. Sein Alter zu diesem zeitpunkt: 47. Also kein Talent, sondern ein gestandener Mann mit einer untypischen Biografie: Als Stiefsohn des Optik-Herstellers Voigtländer studierte er Physik und Mathematik, forschte und lehrte in Göttingen und liess sich &#8211; für jene Zeit fast undenkbar &#8211; frühpensionieren. Denn sein herz hatte schon immer für die Musik geschlafen, und mit 47 machte er ernst mit diesem Wunsch. Liszts Ermunterung bezog sich auf sein Opus 6, &#8220;Sapphos Gesänge&#8221;, auf einen Text der rumänischen Königin Elisabeth zur Wied (unter dem Pseudonym Carmen Sylva publiziert). Und man staunt einfach nur beim Hören: Diese Orchesterlier stehen auf der Höhe eine Hugo Wolf, gehen diesem aber zehn Jahre voraus. Noch eine Stufe gelungener sind die späten Goethe-Liederm die Hans Sommer in den Jahren 1919-1921 schrieb. Man höre sich nur seine wunderschöne Version von &#8220;An den Mond&#8221; oder das innig-warme &#8220;Mailied&#8221; an: Das ist sowohl in der Führung der Singstimme wie im Einfallsreichtum der orchestralen Umspielungen auf dem Niveau von Richard Strauss. Diese Entdeckung verdanken wir drei engagierten Interpreten: Der aufstrebenden österreichischen Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, die schon mit einigen intelligenten Lieder-CDs aufgefallen ist, dem gestandenen Bariton-Routinier Bo Skovhus und dem opernerfahrenen Dirigenten Sebastian Weigle an der Spitze der Bamberger Symphoniker.</p>
<p>Reinmar Wager, MUSIK &amp; THEATER, 5.5.2012</p>
<hr />
<p><strong>Bewertung: 5 Punkte</strong></p>
<p><strong></strong>&#8230; Ich finde es eine Bereicherung, dass diese Lieder herausgegeben wurden. Sie sind stimmungsreich komponiert und sprechen einen emotional an.</p>
<p>Vorzügliche Interpretation - Elisabeth Kulman erfüllt diese Lieder mit ihrer warmen, runden Stimme. Sie arbeitet die langen Melodieführungen deutlich heraus. Ihre Textverständlichkeit ist vorbildlich. Dasselbe gilt für den Bariton Bo Skovhus. Er ist ein Meister der Deklamation. Man sieht ihn förmlich agieren, wenn man ihn hört. Die Bamberger Symphoniker sind ein passables Orchester, das sich unter der Leitung von Sebastian Weigle voll und ganz auf die Sänger einzustellen vermag und die verschiedenen Stimmungen zum Leuchten bringt.</p>
<p>Astrid Belschner, RBB KULTURRADIO, 17.4.2012</p>
<hr />
<p>Nachdem Sony Classical bereits den Mut hatte 2008 eine Lied-CD mit Liedern des Spätromantikers Hans Sommer zu veröffentlichen (Stella Doufexis Mezzosopran, Howard Gimse, Klavier) erschien im Februar dieses Jahres bei Tudor jetzt eine Sammlung von Orchesterliedern des gleichen Komponisten &#8211; faszinierende Dokumente eines großartigen Liedkomponisten, interpretiert auf höchstem Niveau von Elisabeth Kulman (Mezzosopran), Bo Skovhus (Bariton) und kongenial begleitet von Sebastian Weigle und den Bamberger Symphonikern.</p>
<p>Eigentlich glaubten wir, alle Schätze gehoben zu haben und das, was nicht erklänge, sei es auch nicht wert, aufgeführt zu werden. Weit gefehlt in diesem Falle! Dank der hochkarätigen Künstler ist es ein wahres Vergnügen, den originellen spätromantisch, wagnerepigonalen und dennoch eigenständigen Erfindungen Hans Sommers zu lauschen. Allen voran Elisabeth Kulman, die mit ihrem warm strömenden Mezzo und untadeliger Sprachverständlichkeit jedem Lied eine unverwechselbare Note gibt. Sie spannt den Bogen vom dramatischsten wehrhaft-brünnhildegleichen Gesang in &#8220;Hört mich, ihr grausamen Götter&#8221; bis hin zur innigsten, lyrischsten poetisch-verträumten Ton- und Farbgebung bei &#8220;Dein will ich bleiben in schwingenden Tönen&#8221; im letzten Lied der Sappho-Gesänge &#8220;Weine nicht, weil Dich die Götter gesendet&#8221;, jedes Wort bewusst setzend. Ihr kaum nachstehend, der vom Lied kommende, zugleich aber auch auf allen großen Opernbühnen seit Jahrzehnten beheimatete Bo Skovhus. Ihm sind u.a. die Goethe-Vertonungen &#8220;Der Fischer&#8221; und &#8220;König und Floh&#8221; anvertraut. Skovhus&#8217; Deklamationskunst findet hier seine vielleicht größte Entfaltung: Vom schwellend-rauschenden Wasser des Beginns bis hin zu &#8220;Halb zog sie ihn, halb sank er hin&#8221; entwickelt sein Vortrag einen Sog suggestiver Dramatik, der in Sommers extrem farbiger und zugleich geistreich-onomatopoetischer Instrumentationskunst gleichsam badet. In &#8220;König und Floh&#8221; sieht man förmlich den verschmitzten, pointierten Vortrag eines spielfreudigen Sängerdarstellers &#8211; ein sicherlich auch auf der Konzertbühne dankbares Kleinod. Komplettiert wird die CD künstlerisch durch die schlichtweg grandios-feinfühlige Begleitung Sebastian Weigles mit den Bamberger Symphonikern. Der Verschiedenartigkeit jedes Liedes nachspürend, der Deklamation des Textes folgend, kleinste Nuancen auslotend lässt Weigle das offensichtlich hellwach und konzentriert zu Werke gehende Orchester durch die Partituren singen. Vom heldisch-wagnerianischen &#8220;Hört mich ihr grausamen Götter&#8221; mit dramatischen Triolen in den Bratschen und trotzig knarrenden Posaunen über den samtenen mediantischen Geigeneinstieg in &#8220;Ach neige, Du Schmerzensreiche&#8221; bis hin zu den hellen, transparent-kammermusikalisch instrumentierten Liedern wie etwa &#8220;Mailied&#8221; oder &#8220;Mignon singt, als Engel angetan&#8221;, bei denen sich die Soli der Oboe, Geige, Harfe, oder auch des Horns organisch in den feinen Klangteppich einfügen: Überall waltet ein sensibler Klangmagier, geschickt die Farben gegeneinander austarierend und zu einem unsentimental und dennoch tief empfundenen Ganzen zusammenfügend. Exemplarisch dafür vielleicht das mit betörender Schlichtheit aufwartende und von tröstender Streicherwärme inniglich vorgetragene &#8220;Wandrers Nachtlied&#8221;, bei welchem bei &#8220;Warte nur, warte nur&#8221; Bechers &#8220;Auferstanden aus Ruinen&#8221; bereits hindurchschimmert und der symbolträchtigen sommerschen Dur-Moll-Konzeption von Anfang und Ende eine überzeitliche Dimension beimischt. Abgerundet wird der hervorragende Eindruck durch ein ästhetisch und inhaltlich ansprechendes Booklet. Aufgenommen wurde in neuester SACD-Technik. Der Rezensent ist beglückt und erhofft sich auch baldige Veröffentlichungen des musikdramatischen Schaffens dieses zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponisten.</p>
<p>Michael Levy, AMAZON.DE, 8.3.2012</p>
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		<title>Mahler Lieder &#8211; 2011/2012</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 13:09:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews | Presseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie Shakira: Superlative bei Mahler in Graz Elisabeth Kulman kam, sang und siegte auf allen Linien. Die Sängerin bringt mit ihrem Mahler-Recital den Grazer Stephaniensaal zum Kochen. Eine schiere Wohltat... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/mahler-lieder-graz-2011/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/10/projekte_mahler.jpg" class="floatbox" rev="group:947 caption:`Mahler Lieder`"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-408" title="Mahler Lieder" src="http://elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/10/projekte_mahler-150x150.jpg" alt="Mahler Lieder" width="150" height="150" /></a></strong></p>
<p><strong>Wie Shakira: Superlative bei Mahler in Graz</strong></p>
<p>Elisabeth Kulman kam, sang und siegte auf allen Linien. Die Sängerin bringt mit ihrem Mahler-Recital den Grazer Stephaniensaal zum Kochen. Eine schiere Wohltat im aktuellen Überangebot synthetischer Piepsstimmen.</p>
<p>Standing Ovations, restlos leergekaufte CD-Verkaufstische, tumultartige Begeisterung und so manch tränenschimmerndes Auge – nein, es ist dies kein Bericht vom gleichzeitig am vergangenen Freitag in Graz über die Bühne gegangenen Shakira-Konzert, sondern die Beschreibung der Stimmung nach einem „klassischen“ Liederabend!</p>
<p>Elisabeth Kulman kam, sang und siegte auf allen Linien. Die Kulman verfügt über eine natürlich strömende, lupenrein intonierende, weiblich timbrierte, unerhört modulationsfähige, unmittelbar zu Herzen gehende Stimme, die eine auf den ersten Ton unverkennbar-unverwechselbare Persönlichkeit offenbart – eine schiere Wohltat im aktuellen Überangebot rhetorisch deklamierender, synthetischer Piepsstimmen.</p>
<p><strong>Alles punktgenau getroffen</strong></p>
<p>Dazu kommen ein unprätentiöses, ungekünsteltes Auftreten sowie stupende Wortdeutlichkeit, ganz ohne jegliches branchenüblich gewordene Konsonantenknallen. So gerieten die Melismenketten in „Wer hat dies Liedlein erdacht?“ luftig und schwerelos leicht, die Schmerzausbrüche im Kindertotenlied erschütternd drastisch, die Ironie in der „Ablösung im Sommer“ feinsinnig-hintergründig; und die Interpretation von „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ bildete in den weit ausschwingenden Bögen kontemplativer Versunkenheit den mystischen Höhepunkt des Abends.</p>
<p>Von abgeschatteter Trauer gesättigt erklang der Abschied der „Zwei blauen Augen“, jugendlich aufbruchsbereit und weltfrisch die Frühlingsmorgen-Stimmung von „Ging heut Morgen übers Feld“ – alle Charaktere waren punktgenau getroffen. Das „Urlicht“ als Zugabe: Magisch!</p>
<p>Für den großen Saal als stellenweise zu dünn, erwies sich das Ensemble Amarcord Wien (am Cello kurzfristig eingesprungen Ilana Tjumjanceva) dennoch als subtile und stilkundige Begleitung; Sebastian Gürtler (Violine), Gerhard Muthspiel (Kontrabass) und Tommaso Huber (Akkordeon) sorgten für einen österreichischen Musizierton.</p>
<p>hasl, 13.06.2011 &#8211; DIE PRESSE</p>
<hr />
<p><strong>Vollkommene Klangschönheit</strong></p>
<p>Elisabeth Kulman begeistert mit dem Ensemble Amarcord im Trossinger Konzerthaus</p>
<p>Anrührend, voller Tiefgang, von vollkommener Klangschönheit – das traf mitten ins Herz: Mit der Wiener Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und dem Ensemble Amarcord erlebte das Publikum im Dr.-Ernst-Hohner-Konzerthaus eine Sternstunde der Kammermusik.</p>
<p>Trossingen. „So haben Sie Mahler noch nie gehört“, bemerkte die Feuilletonistin Birgit Schlinger im November 2009 kurz nach dem Erscheinen von Elisabeth Kulmans CD „Gustav Mahler – Lieder“ staunend und begeistert. In der Tat, Mahlers Kompositionen in einer mutigen, aber gleichzeitig geradezu genialen Bearbeitung für Akkordeon, Violine, Cello und Kontrabass – das ist wirklich ein ganz neues Klangerlebnis abseits des bisher Gewohnten.</p>
<p>Die weltweit geschätzte und gefragte Wiener Mezzosopranistin und ihr Ensemble mit diesen Liedern dann am Freitag auf dem Podium des Trossinger Konzerthauses erleben zu dürfen, das war ein absoluter Glücksfall – keine auch noch so perfekte digitale Aufnahme kann schließlich die Atmosphäre eines Live-Konzertes wirklich ersetzen. Und so zog Elisabeth Kulman die Zuhörer vom ersten Takt an in ihren Bann: mit ihrem wunderbaren, warmen und sinnlichen Mezzosopran, von dem schon einmal geschrieben wurde, er könne süchtig machen, mit ihrem vollkommenen, an keiner Stelle manierierten Vortrag sowie mit ihrer bezaubernden Persönlichkeit.</p>
<p>Zusammen mit ihren Musikern faszinierte sie mit einer Mahler-Interpretation, die unter die Haut ging: von einer emotionalen Tiefe, die gerade in jenen Liedern, in denen zentrale Fragen unseres Seins angesprochen werden, besonders berührend zum Ausdruck kam – zum Weinen schön. Von den Rückert-Liedern über Kompositionen aus „Des Knaben Wunderhorn“ bis zu den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ sowie „Urlicht“ („O Röslein rot“) aus der zweiten Sinfonie haben Elisabeth Kulman und ihr Ensemble einen repräsentativen und wohl überlegten Querschnitt aus dem Schaffen Gustav Mahlers vorgestellt. Daneben haben die vier Musiker von Amarcord aber auch das „Adagietto“ aus der fünften Sinfonie – seit Luchino Viscontis Verfilmung von Thomas Manns „Der Tod in Venedig“ weltbekannt – arrangiert. Einmal mehr öffneten sich dem Publikum mit dieser exzellenten Bearbeitung die Tore zu einem neuen Mahler-Erlebnis, das nicht zuletzt dank des wunderbaren und sensiblen Akkordeonspiels von Tommaso Huber zum instrumentalen Höhepunkt des Abends wurde.</p>
<p>So außergewöhnlich wie die Solistin, so außergewöhnlich eben auch das Ensemble: Amarcord Wien, das sind neben Tommaso Huber am Akkordeon noch Sebastian Gürtler, Violine, Michael Williams, Cello, und Gerhard Muthspiel Kontrabass. „Man diskutiert heute so oft über neue Wege im Konzertleben: hier ist ein großartiges Paradebeispiel, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Den klassischen Tugenden verpflichtet, finden diese Künstler auf höchstem Aufführungsniveau Pfade, die noch nicht ausgetreten wurden. Eine Freude“, schrieb der Dirigent Franz Welser-Möst bereits 2006 über Amarcord und hat mit diesen Worten das Wesen des Ensembles, das bis zum heutigen Tage fünf CDs veröffentlicht hat, treffend charakterisiert.</p>
<p>Das Publikum im Dr.-Ernst-Hohner-Konzerthaus war nach diesem unvergesslichen Mahler-Abend jedenfalls begeistert und berührt – auch die eine oder andere Träne ist geflossen. Lang anhaltender Beifall war der wohlverdiente Dank für Elisabeth Kulman und das Ensemble Amarcord. Mehr als bedauerlich ist es allerdings, dass lediglich etwa 300 Musikfreunde gekommen waren. Kaum nachzuvollziehen, zumal dieses Konzert nicht allein für die Verehrer von Elisabeth Kulman und Gustav Mahler ein Glanzlicht gewesen wäre, sondern in einer Musik- und Harmonikastadt mit Hochschule und Konservatorium vor allem für Studierende und Dozenten . . . Sie haben eine Sternstunde verpasst. Barbara Husenbeth, emeritierte Professorin der Trossinger Musikhochschule, bekannte: „Innerlich so tief angesprochen wurde ich bisher nur in ganz wenigen Konzerten.“</p>
<p>Alfred Thiele, 5.3.2012 &#8211; SÜDWESTPRESSE</p>
<hr />
<p><strong>Elisabeth Kulman singt Mahler</strong></p>
<p>Die Mezzosopranistin und das Ensemble Amarcord spüren dem romantischen Komponisten nach</p>
<p>Trossingen &#8211; Die Doppeljubiläumsjahre 2010/11 für Gustav Mahler boten der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman und dem Ensemble Amarcord Wien in Trossingen die Gelegenheit, dem Komponisten und den Freunden seiner Musik ein besonderes Geschenk zu machen: In wunderbar feinfühligen Arrangements spüren sie dem Liedschaffen Mahlers nach, betten die farbenreiche Stimme der Sängerin in die Begleitung von Geige, Akkordeon, Cello und Kontrabass ein.</p>
<p>Großer Orchestersatz klingt kammermusikalisch transparent, und trotz dieser Reduktion fehlt nichts, im Gegenteil. Denn der Geiger Sebastian Gürtler, der Akkordeonist Tommaso Huber, der Bassist Gerhard Muthspiel und der Cellist Michael Williams decken in selbst geschaffenen Bearbeitungen Mahlers Wurzeln in der böhmischösterreichischen Volksmusik mit Jodleranklängen und Terzenseligkeit auf. Im Konzerthaus der Akkordeon-Stadt Trossingen mit seinem etwas verblichenen Charme herrschte vonseiten des Publikums atemlose Stille, kein Hüsteln oder Bonbonrascheln störte die Sängerin mit der dunklen Haarpracht, der königlichen Haltung und der dezent, aber höchst wirkungsvoll eingesetzten Mimik – bemerkenswert auch dies.</p>
<p><strong>Natur als Spiegel für die Seele</strong></p>
<p>Mahlers Lieder entspringen der deutschen Romantik, die Natur mit Kuckuck, Nachtigall, Wald und Lindenbaum ist ein Spiegel für die Seele des Menschen, und die von der Gesellschaft ausgestoßenen Wanderer sind mit Schubert verwandt. All das kommt zum Ausdruck, wenn die Violine von Sebastian Gürtler süß und sehnsüchtig singt, wenn das Pizzicato von Violoncello und Kontrabass in „Die zwei blauen Augen“ einen Trauermarsch anstimmen, wie ihn Mahler in seiner Kindheit von der heimischen Blaskapelle gehört haben dürfte.</p>
<p>Beim Scherzo aus der ersten Symphonie sieht man in dieser Bearbeitung für vier Instrumente einen böhmischen Tanzboden vor sich, und die Lieder „Aus des Knaben Wunderhorn“ sprühen vor Charme und Witz. Am meisten staunt man jedoch über die Vielseitigkeit des Akkordeonisten, der seinem Instrument so zärtliche Linien entlocken kann, ihm nachlauscht oder es machtvoll brausen lässt.</p>
<p>Die Stimme von Elisabeth Kulman ist geborgen in diesen Klängen, sie leuchtet in der Höhe, perlt in den Koloraturen der Nachtigall, spielt mit Farben und feiner Dynamik. Dies ist umso beglückender, da die Sängerin doch im vergangenen Sommer bei einer Opernprobe eine schwere Verletzung am Kehlkopf erlitt und monatelang Schweigegebot hatte. Höhepunkte setzt sie mit den Rückert-Liedern nach der Pause, etwa mit der innigen Wärme von „Liebst Du um Schönheit“ oder der verinnerlichten Haltung von „Ich bin der Welt abhandengekommen“.</p>
<p>Amarcord Wien und Elisabeth Kulman stellen Zusammenhänge her, etwa von diesem Lied mit dem berühmten „Adagietto“ aus der fünften Symphonie, das sie mit großer Ruhe und Intensität, ohne allen „Tod in Venedig“-Kitsch musizieren. Alles zusammenfassend und zu voller Größe der Stimme wachsend lässt „Um Mitternacht“ Gänsehaut entstehen, während „Urlicht“ aus der zweiten Symphonie wieder die herzliche Einfachheit eines Kinderglaubens zum Ausdruck bringt. Der Facettenreichtum von Mahlers Musik wird immer wieder neu und äußerst liebevoll beleuchtet.</p>
<p>Katharina von Glasenapp, 5.3.2012 &#8211; SCHWÄBISCHE ZEITUNG</p>
<hr />
<p><strong>Unforgettable Mahler evening</strong></p>
<p>Recital Elisabeth Kulman, Manoel Theatre (Malta)</p>
<p>One could predict this early in the Manoel’s season that mezzo-soprano Elisabeth Kulman’s recent recital of Mahler lieder accompanied by German pianist Hansjörg Albrecht will be among its top highlights. What a pity that the audience was not as numerous as the event merited; yet it was a most appreciative and discerning one who knew the meaning of high-quality music making. His symphonies and lieder are the mainstay of Mahler’s fame. The intimacy provided by the Manoel provided the right ambience for a lieder recital to mark the composer’s death centenary. The problem for those also familiar with the orchestrated versions of the lieder is that one is never so sure whether that influences one’s hearing of the piano version. Still Mr Albrecht’s job was excellently carried out. His was a masterly, sensitive and very understanding accompaniment, complementing the superb voice of Ms Kulman in an exercise of continuous rapport and support. His prowess as soloist shone forth in the arrangements for solo piano in a symphonic sketch based on themes from the Second Symphony in the first half. It continued when he performed the famous Adagietto from the Fifth Symphony which was simply marvellous. Ms Kulman plays about with her voice any way she wants. Her warmth of personality reflects well in her rich tones, which aided by perfect diction is capable of endowing every phrase with all shades and nuance of feeling. She is capable of flowing smoothly from one contrasting mood to another. Her opening choice for the evening consisted of two lieder from Lieder eines fahrenden Gesellen. Ging heut’ Mor gen übers Feld was a happy romp, at first marvelling at the beauty of nature but ending with a sad reflection that the loveless wayfarer is not destined to enjoy such beauty indefinitely. In Die zwei blauen Augen von meinem Schatz the voice dwelt further upon the bitter-sweet reality that the beloved’s blue eyes could not stem the wayfarer’s suffering even when surrounded by such beauty. The mood became even more morose with the choice of the fifth and last lied from the Kindertotenlieder. Here the voice reflected the anguish at the loss of children, the piano evoked the stormy weather which carried them off but the singer ended on a note of resignation rather than despair. The comparatively shorter second half of the recital ended with the five Rückertlieder in which the singer voices to the full the beauty of Rückert’s poetry. The projection of mood ranged from the almost carefree Ich atmet einen linden Duft to the sophistry of Liebst du um Schönheit and Blicke mir nich in die Lieder. It became even more soul-searching in Ich bin der Welt abhanden gekommen with resignation… “Ich bin gestorben dem Welt gewimmel…,Ich leb’ allein in meinem Himmel/I am lost to the world’s tumult…I live alone in my heaven&#8230;” This group closed with Um Mitternacht, a magic exercise in profound feeling sublimely expressed. What a pity that owing to an unfortunate oversight, the German and English texts of these lieder were not provided.</p>
<p>Albert G. Storace, November 9, 2011 &#8211; TimesOfMalta.com</p>
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		<title>2012, Jan. 24 &#124; Die ewige Suche nach der Opernspannung</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 11:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Standard, 24. Januar 2012, Daniel Ender Die ewige Suche nach der Opernspannung Elisabeth Kulman ist bei der Staatsopern-Premiere von Kurt Weills &#8220;Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny&#8221; als Leokadja... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/2012-jan-24-die-ewige-suche-nach-der-opernspannung/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Standard, 24. Januar 2012, Daniel Ender</p>
<h4>Die ewige Suche nach der Opernspannung</h4>
<p><strong>Elisabeth Kulman ist bei der Staatsopern-Premiere von Kurt Weills &#8220;Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny&#8221; als Leokadja Begbick zu hören<br />
</strong><strong>Daniel Ender sprach mit ihr über Opernlangeweile und -marionetten.</strong></p>
<p>[Bildunterschrift] Elisabeth Kulman: &#8220;Bei Puccini ist man involviert, kann etwa am Schluss der &#8216;Boheme&#8217;<em> </em>fast nicht anders als heulen.&#8221;</p>
<p>STANDARD: Wenn man Ihre Arbeit verfolgt, scheint es: Sie legen viel Wert auf Vielfalt und Abwechslung.</p>
<p>Kulman: Ja, ich bin jemand, der sich relativ schnell langweilt. Mit der Wiederholung habe ich Schwierigkeiten, obwohl es auch eine Herausforderung ist, eine lange Reihe von Opernvorstellungen zu spielen. Eine Carmen muss man mindestens zehnmal singen, bis da alles stimmt. Aber es gibt einen Punkt, an dem man Gefahr läuft, in Routine zu verfallen. Dagegen anzukämpfen ist herausfordernd, ich bewundere alle, die jahrzehntelang die gleichen Rollen singen. Für mich ist es viel reizvoller, Grenzen auszuloten.</p>
<p>STANDARD: Der Punkt, an dem Sie in Produktionen ganz in Ihre Rolle gefunden haben, ist also schon wieder uninteressant für Sie?</p>
<p>Kulman: Genauso ist es. Wir haben sechs Wochen Probenzeit, und in dieser Zeit kreiert man die Rolle. Das ist ein unglaublich spannender Prozess. Dass man die Rolle richtig formt und gestaltet, geschieht aber dann meist erst vor Publikum. Mit der Generalprobe, die die erste Probe ohne Unterbrechungen und meist auch noch öffentlich ist, beginnt sich die Rolle zu manifestieren. Gleichzeitig gibt es unglaublich viele Freiheiten. Das ist spannend.</p>
<p>STANDARD: Ein Haus wie die Staatsoper beruht im Wesentlichen darauf, dass sich Stücke &#8211; und lange Zeit auch in denselben Inszenierungen &#8211; wiederholen. Wie viel Spielraum gibt es da für Sie?</p>
<p>Kulman: Im Opernalltag ist es ja so, dass ständig jemand krank wird und man plötzlich andere Kollegen hat &#8211; das macht es eigentlich wieder sehr spannend. Ich habe an der Staatsoper immer gerne Repertoire gesungen, weil es immer aufregend war.</p>
<p>STANDARD: Das heißt, der Repertoirebetrieb als auf die Spitze getriebene Routine heißt dann für die Einzelnen das genaue Gegenteil?</p>
<p>Kulman: Das kann man so sagen. Die Staatsoper ist sicher ein Extremfall. Ich erinnere mich an die Volksoper, da waren wir halt immer die gleiche Besetzung. Ich habe Boccaccio unglaublich oft gesungen. Tolle Rolle. Aber irgendwann habe ich gesagt, ich will das nicht mehr singen.</p>
<p>STANDARD: Wiederholungen haben Sie auch bei Aufnahmen im Studio.</p>
<p>Kulman: Eigentlich werden Aufnahmen vor Publikum meistens besser, weil da mehr Stimmung ist. Aber das kann man sich kaum leisten. Da wird der Moment eingefangen, und das hat einen Zauber. Natürlich hat man im Studio die Chance, ein Ideal zu erreichen. Aber mir geht es in der Musik um Emotionen. Das ist für mich das Oberste. Die Präzision und die Perfektion, das kommt erst danach. Deshalb entscheide ich mich bei meinen CDs manchmal für Cuts, die nicht ganz perfekt sind, aber mehr Stimmung haben.</p>
<p>STANDARD: Gibt es dieses Abwägen zwischen der technischen Seite und dem Risiko für Sie auch, wenn Sie auf der Bühne stehen?</p>
<p>Kulman: Das ist ein großes Thema. Für uns klassische Sänger ist es so, dass wir uns immer kontrollieren müssen. Von uns wird Präzision und Schönklang, Kultur, Stil verlangt &#8211; das sind Parameter, die man erfüllen muss. Aber es ist mir ein Bedürfnis, etwas einzufangen oder rauszulassen, was außerhalb der Noten liegt. Deswegen bin ich ja da, deswegen haben wir keine Maschinen, die Töne produzieren.</p>
<p>STANDARD: &#8220;Mahagonny&#8221; ist in vieler Hinsicht anders als das Gros des Opernrepertoires. Wie wirkt es sich auf Sie aus, dass Brecht und Weill darauf abzielen, die Illusionierung des Publikums zu brechen?</p>
<p>Kulman: Brecht und Weill wollten ja, dass sich Sänger und Schauspieler nicht mit den Figuren identifizieren. Ich habe das Gefühl, wir sind auf die Bühne gestellt und strahlen für einen Moment. Dann werden wir auf der Seite wie Marionetten abgestellt. Irgendwie sind die Figuren dann leer. Es sind nicht Figuren aus Fleisch und Blut, wie wir sie aus der Oper kennen, sondern sie haben bestimmte Funktionen. Es waren kritische Phasen in der Probenphase, wo wir die gesucht haben.</p>
<p>STANDARD: Heißt das dann auch, dass Sie Ihre Figur nicht so sehr an sich heranlassen?</p>
<p>Kulman: Wenn man Puccini nimmt, ist man einfach involviert und kann etwa am Schluss der Bohème fast nicht anders als heulen. Ich glaube nicht, dass bei Mahagonny jemand heulen wird. Es ist einfach ein Statement, auch eine Botschaft, die sie senden wollen, es ist auch ein Zeigefinger: Seid nicht zu kapitalistisch, sonst geht die Welt unter.</p>
<p>STANDARD: Sie haben vorhin starke Emotionalität als Ideal genannt. Kommen Sie hier damit ins Straucheln?</p>
<p>Kulman: Eigentlich nicht. Ich empfinde es so: Wenn ich auf der Bühne bin, bin ich wie ein Kaleidoskop in allen Emotionen. Dann bricht das Ganze in sich zusammen: Es war einfach nur eine Illusion. Es ist eine Fata Morgana, die in den schillerndsten Farben blüht, und in Wirklichkeit ist alles Lug und Trug.</p>
<p>Elisabeth Kulman (1973 in Oberpullendorf geboren) feierte erste Erfolge als Sopranistin, wechselte dann aber ins Mezzofach. Mittlerweile ist die Sängerin, die nach wie vor eng mit der Staatsoper verbunden ist, an den meisten großen Häusern der Welt präsent.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>2012, Jan. 23 &#124; Ich war nie die Prinzessin</title>
		<link>http://www.elisabethkulman.com/2012-jan-23-ich-war-nie-die-prinzessin/</link>
		<comments>http://www.elisabethkulman.com/2012-jan-23-ich-war-nie-die-prinzessin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 11:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Oberösterreichische Nachrichten, 23. Januar 2012, Karin Schütze Kulman: „Ich war nie die Prinzessin“ Elisabeth Kulman ab morgen in der Wiener Staatsoper In Kurt Weills Oper „Aufstieg und Fall der Stadt... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/2012-jan-23-ich-war-nie-die-prinzessin/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oberösterreichische Nachrichten, 23. Januar 2012, Karin Schütze</p>
<h4>Kulman: „Ich war nie die Prinzessin“</h4>
<p><strong>Elisabeth Kulman ab morgen in der Wiener Staatsoper</strong><br />
<strong>In Kurt Weills Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ steht Elisabeth Kulman (38) morgen auf der Staatsopern-Bühne. Im Interview spricht die Mezzosopranistin auch über ihre Rolle und das Verwandlungs-Privileg ihres Berufs.</strong></p>
<p>OÖN: In einem Interview sagten Sie kürzlich, Sänger bräuchten keinen Therapeuten, weil sie vieles auf der Bühne ausleben könnten. Das trifft vermutlich auch jetzt auf Ihre Rolle als „Puff-Mutter“ Begbick zu?</p>
<p>Kulman (lacht): Puff-Mutter ist vielleicht das falsche Wort. In unserer Inszenierung ist es eine Kupplerin in elegantem Kostüm. Es geht nicht in die vulgäre Richtung. Wenn ich mit so einer Rolle herausgefordert werde, muss ich mir Gedanken machen: Wie funktioniert so ein Mensch, was hat er für Gedanken, warum tut er das? Natürlich ist es interessant, in so eine weit entfernte Welt zu schlüpfen, das tut der Seele einfach gut. Jeder Mensch hat seine dunklen Seiten, die man im konventionellen, zivilisierten Leben nicht ausleben kann. „Normale“ Menschen, also Nicht-Sänger oder Nicht-Schauspieler, haben diese Gelegenheit nicht, sich so oft zu verwandeln. Aber das Grundbedürfnis, für einen Moment lang ein anderer zu sein, aus seiner Haut herauszuschlüpfen, steckt in jedem. Dafür gibt es dann den Faschingsdienstag.</p>
<p>OÖN: Stichwort „Faschingsdienstag“: Haben Sie ein Lieblingskostüm im Fasching?</p>
<p>Kulman: Als Kind habe ich mich gern verkleidet. Da war ich die Zigeunerin, was man ja heute gar nicht mehr sagen darf. Ich war nie die Prinzessin, sondern mochte eher die wilden Charaktere. Wenn man meine Rollen heute anschaut, dann hat sich das durchaus fortgesetzt: Sie gehen ins Extreme, sind ein bisschen wild und nicht brav.</p>
<p>OÖN: Ursprünglich wollten Sie Dolmetscherin und Übersetzerin werden. Hat Sie Ihre burgenländische Heimat zum Russisch- und Finno-Ugristik-Studium gebracht?</p>
<p>Kulman: So ist es. Ungarisch habe ich schon als Kind mit meinen Eltern gesprochen, die zur ungarischen Minderheit im Burgenland gehören, das bis 1921 bei Ungarn war. Ich wollte nicht konkret Dolmetscherin werden, mich haben einfach Sprachen interessiert. Dieses Interesse ist bis heute geblieben, und ich kann es auch sehr gut auf der Bühne ausdrücken, weil ich oft in verschiedenen Sprachen singen muss. Meine letzte CD mit Liedern von Liszt („Liszt – Roots &amp; Routes“, Anm.) ist zum Beispiel in sechs Sprachen, unter anderem auch Russisch und Ungarisch, was nicht jeder Sänger so leicht kann. Mit Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch sind das genau jene sechs Sprachen, in denen Liszt komponiert hat.</p>
<p>OÖN: In gewisser Weise sind Sie doch Übersetzerin geworden, von Noten in Emotionen. Was, glauben Sie, ist dafür die wichtigste Eigenschaft, abgesehen von der schönen Stimme?</p>
<p>Kulman: Mir ist das Wichtigste, dass man die Noten zum Leben erweckt, sie mit Seele und Charakter füllt, im Sinn des Komponisten. Natürlich gibt man seine Persönlichkeit dazu. Aber unser erstes Ziel sollte es sein, als Medium im Sinne des Komponisten zu funktionieren. Dann ist eine Chance gegeben, dass die Musik beim Publikum ankommt, dass eine Berührung stattfindet.</p>
<p>OÖN: Was machen Sie unmittelbar vor einem Auftritt?</p>
<p>Kulman: Ich bemühe mich immer, spätestens vor dem Auftritt zu dem Punkt zu kommen, dass ich alle Belastungen, die zwangsläufig bei einer so langen Vorbereitung dabei sind, beiseite lassen kann und mich nur mehr auf die Sache freue. Ohne Angst, etwas falsch zu machen, ohne Bedenken, ob man die Erwartungen erfüllen kann. Ganz einfach mit der simplen Freude eines Kindes. Ich habe schon als Kind immer große Freude am Singen gehabt, meine Stimmung war dann immer gleich oben. Zu dieser Freude möchte ich kommen, und es gelingt mir eigentlich immer. Ich brenne für meinen Beruf, liebe ihn, er ist das Schönste. Das ist, glaube ich, wichtig, um ihn auch lange durchstehen zu können.</p>
<p>OÖN: Wie gehen Sie mit Kritiken um, lesen Sie sie?</p>
<p>Kulman: Ich lese sie und versuche, sie nicht todernst zu nehmen. Sowohl die überschwänglichen als auch die ganz negativen sind Extremwerte, eine Einzelmeinung und nie die ganze Wahrheit. Gott sei Dank bin ich mit vielen tollen Kritiken gesegnet. Mein schlimmster Kritiker bin ich ohnehin selbst. Ich bin immer unzufrieden, obwohl ich mir manchmal denke: Das soll mir jetzt einmal einer nachmachen. Ich schwanke zwischen größten Selbstzweifeln und Größenwahn. Wir sind da wahrscheinlich schon extrem.</p>
<p>OÖN: In Tokio singen Sie im Frühling die „Venus“ in Wagners „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“. Gibt es eine Rolle, die Sie besonders gerne singen oder unbedingt noch singen möchten?</p>
<p>Kulman: Für einen dramatischen Mezzo sind das natürlich einige Wagner-Rollen, „Carmen“, „Dalila“ (aus „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns, Anm.). Aber das kommt alles, da hab’ ich keine Wünsche offen. Die perfekte Rolle für mich muss noch geschrieben werden (lacht).</p>
<p>Elisabeth Kulman</p>
<p>Geboren 1973 in Oberpullendorf, debütierte Elisabeth Kulman 2001, unmittelbar nach ihrem Studienabschluss in Wien, als „Pamina“ an der Volksoper. 2004 wechselte sie vom Sopran- zum Mezzofach. 2010 debütierte sie umjubelt als „Orfeo“ in Glucks gleichnamiger Oper, 2011 war sie als „Smeton“ in Donizettis „Anna Bolena“ zu erleben. Elisabeth Kulman lebt in Wien.</p>
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		<title>Begbick in Mahagonny &#8211; Wiener Staatsoper 2012</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 19:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews | Presseberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ovationen des Publikums galten am Ende des Abends auch überwiegend dem musikalischen Teil der Premiere. Ein einhelliger Aufschrei bei Elisabeth Kulman und Ingo Metzmacher, Ovationen für Angelika Kirchschlager, Thomas... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/begbick-in-mahagonny-wiener-staatsoper-2012/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2012/01/14.jpg" class="floatbox" rev="group:1411 caption:`14`"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1413" title="14" src="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2012/01/14-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Die Ovationen des Publikums galten am Ende des Abends auch überwiegend dem musikalischen Teil der Premiere. Ein einhelliger Aufschrei bei Elisabeth Kulman und Ingo Metzmacher, Ovationen für Angelika Kirchschlager, Thomas Konieczny und Christopher Ventris. (Susanna Dal Monte, ORF, 25.12.2012)</p>
<p>Aus dem Ensemble ragte Elisabeth Kulman als Begbick meilenweit heraus – sowohl szenisch als auch stimmlich. (Michael Wruss, OÖN, 26.1.2012)</p>
<p>Auf der Bühne beherrscht Elisabeth Kulman mit ihrem klaren Mezzo als berechnende, einmal alles andere als matronenhafte Begbick das Geschehen. (Ernst Naredi-Rainer, KLEINE ZEITUNG, 26.1.2012)</p>
<p>An der Spitze des beklatschen Ensembles begeisterten Elisabeth Kulman als kühle Witwe Begbick und Christopher Ventris als Holzfäller Jim Mahony. &#8230; Deschamps legt es in die Hände seiner Protagonisten, die lehrhafte Parabel zu einem lebendigen Spiel zu machen. Das gelingt vor allem der darstellerisch wie stimmlich virtuosen Elisabeth Kulman. Ihre Leokadja Begbick ist eine kalt kalkulierende Zynikerin, die ihre Kumpane Fatty (Herwig Pecoraro) und Dreieinigkeitsmoses (Tomasz Konieczny) gut im Griff hat und in den jazzigen Partien Temperament zeigt. (DPA, 25.12.2012)</p>
<p>Avec une mention particulière pour le ténor britannique Christopher Ventris, campant &#8220;Jim Mahoney&#8221;, et surtout pour la mezzo-soprano autrichienne Elisabeth Kulman, sombre et menaçante à souhait comme &#8220;Leokadja Begbick&#8221;. (AFP/LCC, 25.12.2012)</p>
<p>Eine große Leistung konnte man von Elisabeth Kulman/Begbick erleben. Sie beherrscht den verlangten Tonfall wie aus dem kleinen Finger und stellt die mehr als zwielichtige Beherrscherin der Stadt überzeugend dar. (Martin Robert Botz, DER NEUE MERKER 03/2012)</p>
<p>Bei den Damen begeisterte Elisabeth Kulman als Leokadja Begbick mit großer Ausdruckskraft und mächtiger Tiefe. (Gert Korentschnig, KURIER, 25.1.2012)</p>
<p>Fulminant auch Elisabeth Kulman als Leokadja Begbick: Die Mezzosopranistin gibt der Partie die Schärfe und stimmliche Virilität, die sie braucht, um glaubhaft zu sein. Insgesamt agiert das Ensemble auf höchstem Niveau, wovon der lange Schlußapplaus und die zahlreichen Bravo-Rufe für die Hauptdarsteller Zeugnis geben. (Annika Klanke, OPERAPOINT.COM, 28.1.2012)</p>
<p>Das gut bis exzellent besetzte Ensemble changierte zwischen kultiviertem Operngesang und herber Tongebung, es fand jedoch nur in Ausnahmefällen zu Lösungen, die nicht bloss nach Kompromiss klangen. Den Spagat zwischen den Erfordernissen des grossen Hauses und dem Idiom Weills vermochte einzig die grossartige Elisabeth Kulman als Leokadja Begbick zu verwirklichen. (Daniel Ender, NZZ, 4.2.2012)</p>
<p>Das stück steht und fällt mit den &#8220;starken Frauen&#8221; Leokadja Begbick und Jenny Hill, die die einfältige Männerwelt &#8211; Stichwort: Fressen, Saufen, Liebesakt &#8211; nach ihrer Pfeife tanzen lassen. Elisabeth Kulman in Hochform und die vor Spiellaune sprühende Angelika Kirchschlager setzen neue Maßstäbe. Betörend die opernhafte Kantilene, die Kirchschlager nicht nur im Alabama-Song riskiert, hinreißend der bluesige Ton, den Kulman einbringt. (STUTTGARTER ZEITUNG, 26.1.2012)</p>
<p>Elisabeth Kulman (als Begbick) glänzt durch vokale Klarheit und Präsenz. (Ljubiša Tošić, DER STANDARD, 25.1.2012)</p>
<p>Überragend war Elisabeth Kulman, die eine junge Leokadja Begbick spielte. Normalerweise wird diese Rolle mit älteren Sängerinnen besetzt, doch störte das überhaupt nicht – im Gegenteil brachte die Tatsache, dass zwei junge, schöne Protagonistinnen für die beiden weiblichen Hauptfiguren ausgewählt wurden, mehr Spannung in das Stück. Nach meinem Empfinden ist die Jenny Hill – bei aller Härte, die sie dem Jim schlussendlich angedeihen lässt – die weichere Seele, während die Leokadja als treibende Kraft hinter dem „Projekt Mahagonny“ alle Fäden zieht und dafür sowohl Intellekt, Persönlichkeit als auch ihr gutes Aussehen einsetzt. Elisabeth Kulman beherrschte die Szenen, in denen sie auftrat und es war schlichtweg ein Hochgenuss, ihren wohl fundierten Mezzo zu hören. (Kurt Vlach, DER NEUE MERKER, 25.12.2012)</p>
<p>Die besten Zensuren dieses Abends gehen sicherlich an das musikalische Team. Allen voran an eine wieder fulminant überzeugende Elisabeth Kulman, die als Leokadja Begbick groß auftrumpfte. Die Fußstapfen ihrer Vorgängerinnen (wie etwa Gwyneth Jones einst in Salzburg) waren der Burgenländerin nie zu groß. Wenn sie loslegte, kam schon Vorfreude auf ihre nächsten Partien (wie etwa die Venus in Tokyo oder die Dalila in Rom) auf. Durch ihr Alter bedingt, war sie auch nicht eine „Puffmutter“ im herkömmlichen Sinn, sondern eine emanzipierte mitten im Leben stehende Frau, die alle Spielchen des Kapitalismus im kleinen Finger hat. (Ernst Kopica, OPERNFREUND.DE, 27.1.2012)</p>
<p>Wenn Wagnerstimmen wie die von Elisabeth Kulman (Leokadja Begbick) und Christopher Ventris (Jim Mahoney) das moderne Werk interpretieren, dann hat die Besetzung seine Berechtigung und begeistert. Ihre Wortdeutlichkeit und die fast schon heroischen stimmlichen Größen lassen das Werk erstrahlen. (Brigitte Ehn, DER NEUE MERKER, 25.12.2012)</p>
<p>Ingo Metzmacher sorgte mit guten und teils Wagner-geeichten Sängerdarstellern, voran die temperamentvolle Elisabeth Kulman (Begbick) und Parsifal-Tenor Christopher Ventris (Jim Mahoney) für eine überzeugende musikalische Umsetzung. (HR, FALTER, 1.2.2012)</p>
<p>Von Beginn an beherrschte Elisabeth Kulman als Witwe Begbick mit ihrer in allen Lagen großen Stimme die Bühne, auch wenn sie im Hintergrund war. (Hans Peter Nowak, DER NEUE MERKER 02/2012)</p>
<p>Der Abend hat zwei extrem attraktive Damen. Die Leokadja Begbick, das Kapitalisten-Monster schlechthin, ist wohl noch nie so jugendlich, schlank, raffiniert und verführerisch auf der Bühne gestanden wie in Gestalt von Elisabeth Kulman. Und die Jenny Hill der Angelika Kirchschlager, die zu Beginn wie ein „süßes Mädel“ in Blond daherstakst, durchläuft auch dank der Kostüme einige Verwandlungen, bis sich hinter dem herzigen Äußeren das harte Herz zeigt. Sie scheint nie mit voller Stimme, sondern stets mit leichtem Parlando zu singen, ähnlich wie die Kulman, was die Ausdruckskraft der beiden Damen nicht schmälert. Weill ist Weill, und der ist einfach anders. (Renate Wagner, DER NEUE MERKER, 25.1.2012)</p>
<p>Zu dessen Erhebung in die Zonen der Erhabenheit tragen an der Wiener Staatsoper eben die Kehlen der stimmlich gut geschulten Protagonisten bei – Christopher Ventris als raumgreifend bärenstarker Holzfäller Jim Mahoney oder die nicht minder klang- und formschöne Elisabeth Kulman als jung-dynamische Unternehmerin Begbick mit den strategisch richtigen Einfällen zum rechten Zeitpunkt. (Frieder Reininghaus, NMZ, 25.1.2012)</p>
<p>An so einem Abend muss man sich bei Ingo Metzmacher, Elisabeth Kulman und Angelika Kirchschlager extra bedanken. (harbran, SPOUDOGELOION, 24.1.2012)</p>
<p>Elisabeth Kulman hat als Witwe Leokadja Begbick, sehr jung für diese Rolle, beeindruckende dramatische Ausbrüche. (Bernhard Doppler, DEUTSCHLANDFUNK, 24.1.2012)</p>
<p>Elisabeth Kulman als jüngste und rassigste Leokadja Begbick, die man sich nur vorstellen kann. (Renate Wagner, VOLKSBLATT, 25.1.2012)</p>
<p>Auf der Bühne stand Elisabeth Kulman im Zentrum – eine Augen- und Ohrenweide, die einen aber rasch vergessen ließ, welch zwielichtige Person sie abzugeben hat – als gesuchte Verbrecherin, Witwe und Managerin von Mahagonnys Liebesleben. Ihr rotes Kleid, toll figurbetonend – wirkte eher wie eine, von der Regie geschickt eingefädelte Konterrevolution – frei nach dem Motto: „Sinnlichkeit besiegt Ideologie“. Herwig Pecoraro und Tomasz Konieczny agierten zusammen mit Kulman als gesangeskundiges Mahagonny-Gründertriumvirat. (Dominik Troger, OPERINWIEN.AT, 25.1.2012)</p>
<p>Wie es sich für ein Haus wie die Staatsoper gehört, hat man stimmlich ein Ensemble zusammengestellt, das keine Wünsche offen lässt: Elisabeth Kulman ist die beherrschende Witwe Begbick, Tomas Konieczny ein robuster Dreieinigkeitsmoses, Christopher Ventris gibt einen heldischen Jim Mahoney und Norbert Ernst einen spielfreudigen Jack. (Oliver Schneider, DREHPUNKTKULTUR.AT, 31.1.2012)</p>
<p>Herausragend sind vor allem Elisabeth Kulman (Leokadja Begbick) und Christopher Ventris (Mahoney). (Ernst P. Strobl, SALZBURGER NACHRICHTEN, 26.1.2012)</p>
<p>Elisabeth Kulman lässt als zynische Witwe Begbick erschauern. (Martin Fichter-Wöß, APA, 24.1.2012)</p>
<p>Elisabeth Kulman legt ihre Witwe Begbick mit wohltönendem Mezzo ganz belcantesk an. (Stefan Musil, TIROLER TAGESZEITUNG, 26.1.2012)</p>
<p>Einzig Elisabeth Kulman und Christopher Ventris geben ihren Figuren Leben, Kontur und versuchen, mit deutlicher Artikulation Handlung zu simulieren. (Karl Löbl, ÖSTERREICH, 25.1.2012)</p>
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		<title>Mahagonny erstmals an der Wiener Staatsoper</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 18:30:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[News]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2012/01/feature_mahagonny.jpg" class="floatbox" rev="group:1406 caption:`feature_mahagonny`"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1408" title="feature_mahagonny" src="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2012/01/feature_mahagonny-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der Erstaufführung von Kurt Weills &#8220;Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny&#8221; an der Wiener Staatsoper brillierte Elisabeth Kulman in der Rolle der Witwe Begbick. Unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher gibt es eine Wiederaufnahme der erfolgreichen Produktion im September 2012.</p>
<p><a title="On Stage" href="http://www.elisabethkulman.com/photos/stage/">Zu den Fotos »</a></p>
<p><a title="Begbick in Mahagonny – Wiener Staatsoper 2012" href="http://www.elisabethkulman.com/begbick-in-mahagonny-wiener-staatsoper-2012/">Zu den Pressekritiken »</a></p>
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		<title>Portrait: Primadonna mit Charakter</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 15:37:36 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Coverstory in der Jänner-Ausgabe des österreichischen Theater- und Kulturmagazins &#8220;Bühne&#8221;. Es ist befreiend, auf der Bühne bös zu sein Elisabeth Kulman singt die Leokadja Begbick in „Aufstieg und Fall der... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/portrait-primadonna-mit-charakter/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/12/feature_pertramer1.jpg" class="floatbox" rev="group:1356 caption:`Covershooting Bühne`"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1376" title="Covershooting Bühne" src="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/12/feature_pertramer1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Coverstory in der Jänner-Ausgabe des österreichischen Theater- und Kulturmagazins &#8220;Bühne&#8221;.</p>
<p>Es ist befreiend, auf der Bühne bös zu sein</p>
<p>Elisabeth Kulman singt die Leokadja Begbick in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill. <a title="2012, Jan. 1 | Primadonna mit Charakter" href="http://www.elisabethkulman.com/2012-jan-1-primadonna-mit-charakter/">Weiterlesen »</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>2012, Jan. 1 &#124; Primadonna mit Charakter</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 15:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Bühne, 01/2012, Peter Blaha Es ist befreiend, auf der Bühne bös zu sein Elisabeth Kulman singt die Leokadja Begbick in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bertolt Brecht und... <a class="xs-entry-read-more" href="http://www.elisabethkulman.com/2012-jan-1-primadonna-mit-charakter/">Details &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1366" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/12/coverstory.pdf" target="_blank"><img class="size-full wp-image-1366    " title="Bühne, 01/2012" src="http://www.elisabethkulman.com/wp-content/uploads/2011/12/interviews_blaha.jpg" alt="Bühne, 01/2012" width="150" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">» Als PDF lesen</p></div>
<p>Bühne, 01/2012, Peter Blaha</p>
<h4>Es ist befreiend, auf der Bühne bös zu sein</h4>
<p><strong>Elisabeth Kulman singt die Leokadja Begbick in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill.</strong></p>
<p>Wagner-Heroinen vom Schlage Martha Mödls, Astrid Varnays oder Gwyneth Jones’ haben sie gesungen, aber auch Yvonne Minton oder Anny Schlemm, die Leokadja Begbick in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny – am Ende ihrer Laufbahn wohlgemerkt, nachdem sie längst ins Charakterfach gewechselt waren. Wenn nun Elisabeth Kulman an der Wiener Staatsoper in diese Rolle schlüpft, ist sie vermutlich die mit Abstand jüngste „Puffmutter“ in der Aufführungsgeschichte dieses Gemeinschaftswerks von Bertolt Brecht und Kurt Weill. „Oh, wie charmant“, sagt sie im BÜHNE-Gespräch und lacht. „Aber wahrscheinlich haben Sie recht.“</p>
<p>Elisabeth Kulman ist dafür bekannt, nur Rollen anzunehmen, die ihr wirklich zusagen. Es muss also einen Grund geben, dass sie an der Begbick Gefallen findet – einer steckbrieflich gesuchten Ganovin, die mit ihren beiden Komplizen am Rande der Wüste die Stadt Mahagonny gründet, in der Laster zu Tugenden erhoben werden und kein Geld zu haben ein Kapitalverbrechen ist, auf das die Todesstrafe steht. „Dominique Meyer hat mir diese Rolle angeboten“, erzählt die Sängerin, „zu einer Zeit allerdings, in der er mich noch nicht von Angesicht zu Angesicht kannte. Er hatte mich als Herodias in Salome gesehen und mich dabei, wie manche Leute meinen, möglicherweise für älter eingeschätzt, als ich bin.“ Was aber, wenn es sich tatsächlich so verhalten haben sollte, nur für Elisabeth Kulmans Können spricht, die eben alles, was sie anpackt, so überzeugend meistert, dass man hinter der keifenden Alten niemals eine junge Sängerin vermutet hätte. Ihre Lust, sich zu verwandeln, ist jedenfalls groß und daher hat sie auch nach kurzem Überlegen zur Leokadja Begbick in Mahagonny ja gesagt: „Weil das eine tolle Rolle ist, aus der man sehr viel machen kann. Und es wird sicher niemanden stören, wenn man dabei auch noch schön singt.“</p>
<h4>Das Spiel der Farben</h4>
<p>Schön zu singen macht allein aber noch nicht die Kunst von Elisabeth Kulman aus. Sie verfügt zwar über eine einzigartige Stimme, deren herrliches, in vielen Farben und Schattierungen funkelndes Timbre von der tiefen Mittellage an bis ins hohe Register hinauf von geradezu betörender Wirkung ist. „Ich habe eine schöne Naturstimme, dessen bin ich mir bewusst. Aber nur schön zu singen, wäre mir zu wenig. Es geht um Ausdruck, man muss mit den Tönen auch etwas erzählen.“ Und genau darin hat sie es zu höchster Perfektion und Meisterschaft gebracht. Elisabeth Kulman versteht es, all ihre Farben gezielt einzusetzen und dadurch jede Figur bis in ihr tiefstes Inneres hinein auszuleuchten. Man muss nur ihre Waltraute erlebt haben, wie sie, innerlich bebend vor Angst, Brünnhilde von der Not der Götter erzählt und sie anfleht, den verfluchten Nibelungen-Ring den Rheintöchtern zurückzugeben. Oder ihre Carmen, die eine geheimnisvolle Sinnlichkeit ausstrahlt und eine Lust am Leben, dabei aber zugleich dem Tod entschlossen in die Augen blickt. Es sind solche Momente, die die Faszination der Oper ausmachen, weil hier die Bühne selbst zur Welt, das Spiel darauf zum Leben wird. „Darum geht es letztlich beim Singen“, sagt sie. „Und wir Sänger müssen das mit den Farben unserer Stimme zum Ausdruck bringen. Was das betrifft, bin ich wahrscheinlich durch Nikolaus Harnoncourt geprägt, dem es stets um die Farben geht, nie um puren Schöngesang im klassischen Sinn.“</p>
<p>Unter Nikolaus Harnoncourt hat Elisabeth Kulman schon gesungen, als sie noch nicht daran dachte, das Singen zu ihrer Profession zu machen. Aber dort, wo sie aufwuchs – im Burgenland, nahe an der ungarischen Grenze –, war Singen, wie sie sagt, „immer schon ein natürliches Ausdrucksmittel“, wenngleich es nicht der Oper, sondern ungarischen und deutschen Volksliedern galt. Daher hat sie, als sie nach Wien ging, um Russisch und Finno-Ugristik zu studieren, in zahlreichen Chören mitgewirkt, darunter dem Arnold Schoenberg Chor, dem Concentus vocalis, der Wiener Singakademie oder dem Chorus sine nomine, die von namhaften Dirigenten geleitet wurden. „Ich habe auf einem unglaublich hohen Niveau beginnen dürfen und all das aufgesogen wie ein Schwamm.“ Für die beiden Antipoden Harnoncourt und Muti, denen Elisabeth Kulman schon damals begegnete, ist sie mittlerweile als Solistin erste Wahl, worüber sie besonders glücklich ist: „Für mich ist es hochspannend und ein großes Privileg, dass ich zwischen deren beiden musikalischen Welten switchen darf.“</p>
<p>In den Chören, wo sie ihrer guten Höhe wegen als Sopranistin engagiert wurde, riet man ihr, die Stimme, deren Schönheit rasch aufgefallen war, ausbilden zu lassen. Das hat sie, immer noch als Sopranistin, bei Helena Lazarska an der Wiener Musikuniversität auch getan, jedoch in der Absicht, hauptberuflich später als Dolmetscherin und Übersetzerin zu arbeiten. „Eigentlich wollte ich nur lernen, wie man richtig singt, ohne sich dabei weh zu tun, weil ich schon damals viel gesungen habe.“ Doch plötzlich hatte Elisabeth Kulman ein Diplom als Opern- und Oratoriensängerin in der Tasche und dazu noch eine Einladung, an der Volksoper vorzusingen, an der sie 2001 erfolgreich als Pamina in der Zauberflöte debütierte. Und so begann ihr Sängerleben, das sie bald schon mit weiteren großen Aufgaben konfrontierte, etwa der Contessa in Le nozze di Figaro oder der Donna Elvira in Don Giovanni. „Ich bin sehr dankbar, dass ich diese wundervollen Partien singen durfte. Ich liebe Mozart sehr und vor allem die Contessa ist mir wirklich ans Herz gewachsen.“ Doch dieses erste Sänger-Glück währte nicht lange. Elisabeth Kulman merkte bald, dass es ihr von Mal zu Mal schwerer fiel, diese Partien zu meistern. „Ich wusste aber nicht, warum. Ich begann, Sport zu betreiben, weil ich dachte, es läge an der Kondition. Aber das war es nicht. Ich bin auf die hohen Töne nicht mehr raufgekommen. Als mir das einmal in einer Figaro-Vorstellung passierte, bin ich fast im Boden versunken, weil ich immer alles perfekt machen will. Schließlich sagte mir auch meine Gesangslehrerin ganz offen, so könne es nicht weitergehen. Ich sei kein Sopran, sondern ein Mezzo.“ Diese Erkenntnis war für Elisabeth Kulman zunächst ein schwerer Schlag, den sie erst einmal verdauen musste. Denn es bedeutete, von all den lieb gewordenen Sopran-Partien Abschied zu nehmen und nicht mehr als Primadonna „die erste Geige“ zu spielen. Doch schließlich machte sie eine Entdeckung, die ihr half, sich mit der Situation anzufreunden. „Ich singe sehr gerne Lieder. Und da merkte ich, dass mir die Mezzofassungen, die um eine kleine Terz tiefer sind als jene für Sopran, weitaus besser liegen. Nur in dieser Lage kann ich alle Schattierungen machen, die mir vorschweben. Das war für mich das Zeichen, dass sich die Stimme dort wohl fühlt. In der Mezzo-Lage bewege ich mich wie ein Fisch im Wasser.“</p>
<h4>Große Bandbreite an Möglichkeiten</h4>
<p>Schwierig war es zunächst für Elisabeth Kulman allerdings, auch andere davon zu überzeugen. Vor allem an ihrem Haus, der Volksoper, wusste man mit ihr als Mezzo wenig anzufangen. Während sie als Carmen bereits an der Berliner Staatsoper Erfolge feierte, setzte man sie an ihrem Stammhaus in dieser Partie nur als zweites Cover an. Erfahrungen wie diese haben ihren kritischen Blick auf den Opernbetrieb geschärft: „Viele Sänger haben, so wie ich, eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Das aber nehmen die Intendanten, die nur selten etwas von Stimmen verstehen, zumeist nicht wahr. Sie lieben es, uns Sänger in Schubladen zu stecken, weil sie das davon befreit, selber kreativ denken zu müssen. Wir sind aber keine Produkte, die man in irgendeinem Fach ablegen kann, sondern Menschen, die sich auch verändern.“</p>
<p>Verändert hat sich mit dem Wechsel vom Sopran zum Mezzo natürlich auch das Repertoire von Elisabeth Kulman. Mozarts Opern sind ihr abhanden gekommen, weil selbst Partien wie der Idamante oder der Sesto für Stimmen geschrieben sind, die um eine Spur höher liegen als die ihre. „Das gilt leider auch für den Octavian und den Komponisten in Ariadne auf Naxos. Ich habe beides studiert, aber feststellen müssen, dass sie für mich nicht in Frage kommen.“ Dafür zählen die Carmen und die Marina in Boris Godunow zu ihren neuen Glanzpartien, weiters der Gluck’sche Orfeo, mit dem sie unter Riccardo Muti bei den Salzburger Festspielen triumphierte sowie der Page Smeton in Anna Bolena, als der sie neben Anna Netrebko und Elīna Garanča als Dritte im Bunde großer Primadonnen gefeiert wurde. Einen ganz besonderen Stellenwert aber nehmen die Waltraute in der Götterdämmerung sowie die Fricka im Rheingold und in der Walküre für sie ein. „Das sind zwei Rollen, bei denen ich mich total aufgehoben fühle. Eine Grenzpartie in Sachen Wagner ist die Venus, die ich im Frühjahr in Tokio ausprobieren werde. Ich möchte sehen, wie es mir dabei geht, sicherlich werde ich diese Partie aber nicht zu oft singen.“ Als Brangäne hätte sie im vergangenen Sommer bei der Ruhrtriennale in Bochum debütieren sollen. Doch ein Unfall machte das zunichte: „Es geschah bei der ersten szenischen Probe: Der Regisseur verlangte eine Abwehrbewegung. Die Kollegin traf mich dabei mit ihrem Ellbogen mit voller Wucht am Kehlkopf. Ich brach zusammen, wurde mit der Rettung ins Spital gebracht, wo man feststellte, dass glücklicherweise nichts gebrochen war. Das hätte das Ende meiner Karriere bedeutet. Es war so schon schlimm genug, denn die Stimme war fürs Erste weg, und in der quälend langen Zeit des Wartens kamen schon auch Zweifel, ob ich jemals wieder zur alten Qualität zurückfinden würde.“ Diese Ängste waren aber unbegründet, denn als Gaea in Strauss’ Daphne kehrte Elisabeth Kulman unlängst mit großem Erfolg auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück. Und auch die Brangäne wird sie noch nachholen, im Wagner-Jahr 2013, in dem sie natürlich in aller Welt als Fricka und Waltraute gefragt ist. Daneben findet sie aber auch noch Zeit, in Rom als Dalila zu debütieren. „Darauf freue ich mich sehr. Das ist eine tolle Partie. So viele gibt es davon ja nicht in meinem Fach.“</p>
<h4>Die Herrin im Haus</h4>
<p>Manche Sänger bevorzugen Rollen, deren Charakter ihrem eigenen diametral entgegenstehen, andere wieder schlüpfen lieber in solche, in denen sie sich selbst wiederfinden. Wie ist das bei Elisabeth Kulman? „Das eine schließt das andere nicht aus“, sagt sie, ohne lang zu überlegen. „Jeder Mensch hat dunkle Seiten – ich auch –, die man im Privatleben aber nicht unbedingt ausleben möchte. Auf der Bühne geht das. Daher brauchen wir Sänger auch keine Therapeuten. Es ist befreiend, auf der Bühne bös zu sein und sich dort einmal so richtig anzugiften, wie das etwa Fricka mit Wotan tut.“ So gesehen wird ihr wohl auch die Leokadja Begbick in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny Spaß machen, die sie als „unberechenbar, launisch, irrsinnig selbstbestimmt und unglaublich sexy“ beschreibt. „Sie ist die Herrin im Haus“, sagt sie und fügt lachend hinzu: „Da fühle ich mich sehr zu Hause. Die meisten Frauen führen daheim das Regiment.“ Nach den ersten Proben mit Regisseur Jérôme Deschamps freut sie sich umso mehr auf die Begbick: „Ich glaube, es wird super! Der Regisseur hat großen Sinn für Humor, die Besetzung ist großartig. Und ich werde als Begbick die Hosen anhaben und kann die Rampensau sein – das war ich hier ja noch nie. Das macht großen Spaß“ (lacht).</p>
<p>Elisabeth Kulman hat viel erreicht und ist heute in der glücklichen Lage, sich Engagements aussuchen zu können. Der Weg nach oben war mühevoll, aber sie wusste von Anfang an, wo ihr Platz ist und brachte die nötige Geduld und den langen Atem auf, sich diesen Platz an der Spitze zu erobern. „Jetzt bin ich entspannt“, sagt sie, „lange Zeit war ich unausgeglichen.“ Daher darf man von ihr noch manch spannendes Projekt auch abseits der Opernbühne erwarten, wie sie es etwa schon mit Mussorgsky Dis-Covered vorlegte, in der sie gemeinsam mit befreundeten Musikern Lieder Mussorgskys als Ausgangsmaterial nahm, um damit etwas Eigenes zu kreieren, das zwischen Jazz und Klassik liegt. „Ich gehöre einer Generation von Musikern an, die nicht nur mit Klassik, sondern auch mit Jazz und Pop aufgewachsen ist. Diese Erfahrungen fließen in solche Projekte ein, die wir nicht als simples Crossover verstehen, sondern als etwas, was schon auch einen qualitätsvollen Anspruch hat.“ Als Elisabeth Kulman damit durch Russland tourte, war das Publikum jedenfalls hingerissen. „Aber als besonderen Ritterschlag empfand ich es, als mir Anna Netrebko sagte, wie sehr sie von Mussorgsky Dis-Covered begeistert war.“</p>
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