Hauptsache GEIMPFT – Unsere Doku über Diskriminierung in der Kultur – What’s Opera Doc

Schwamm drüber, war ja nix!? Doch! Wir müssen reden!

Corona scheint mittlerweile fast vergessen. Aber die Spaltung der Gesellschaft, die auch die Kulturbranche nicht verschont hat, wirkt bis heute schmerzhaft nach. Es ist nicht lange her, dass Künstler:innen plötzlich bangen mussten, ihre Arbeit zu verlieren – nicht aufgrund ihrer künstlerischen Qualifikation, sondern weil sie eine höchstpersönliche gesundheitliche Entscheidung nicht dem Staat oder dem Theater überlassen wollten. Der massive Druck, der auf sie ausgeübt wurde, die Ausgrenzung und Abwertung durch die Mehrheitsgesellschaft trieb viele in die Verzweiflung und manch einen sogar zur kriminellen Tat.

In unserer Dokumentation schildern acht Künstler:innen – drei davon anonymisiert, ihre Erlebnisse während der Zeit, als über eine Impfpflicht diskutiert bzw. diese eingeführt wurde. Wir wollen Anstoß geben zur Aufarbeitung und Wiedergutmachung des Unrechts, das vielen angetan wurde.

Musik kann Brücken bauen. Wir wünschen uns, dass wir wieder miteinander ins Gespräch kommen, dort, wo keines mehr möglich war. Wir alle profitieren vom respektvollen Austausch und können voneinander lernen. Wir hoffen, dass wir bald wieder unbeschwert miteinander musizieren können.

Mit den Sängerinnen Jenifer Lary, Renée Morloc und Marlis Petersen, Dirigent Karl Sollak und Sänger Thomas Stimmel sowie (anonymisiert) einer Gesangsdozentin, einer Musik-Managerin und einem Tontechniker.


Comment (1)

  1. magdalena wiplinger
    6 Tagen ago

    Liebe Frau Kulman,
    Ich möchte mich bei Ihnen und auch allen Protagonisten dieses Films für ihre Aufrichtigkeit bedanken. Dieses Zeitdokument ist ein so wertvoller Beitrag zum gegenseitigen Verständnis , den ich jedem weiterempfehlen werde. Es ist tatsächlich bereits vieles in Vergessenheit geraten aber ein Großteil wohl eher verdrängt weil man sich ja vielleicht schämen müsste. Ihrem Film ist eine perfekte Balance an persönlichen Erfahrungen sowie den eingestreuten politischen Aussagen gelungen.
    Sich gegen würdeloses Vorgehen klar zu positionieren und wie Sie dann in Konsequenz auch die Karriere zu beenden , zeugt von einer menschlichen Größe die offenbar erst wieder erlernt werden will. Meine Hochachtung hierfür und die besten Wünsche für Ihre weitere Lebenslaufbahn. Bei dieser Gelegenheit auch mein Dank für Ihr Engagement was die allgemeinen u besonderen Missstände in Opern und Theaterwelt betrifft in der ich selbst seit 20 Jahren tätig bin.
    mit herzlichen Grüßen Magdalena

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