G.F. Händel: Alcina

10. August 2001
Hohenegg (NÖ), Burgruine

Uraufgeführt am 16. April 1735 im Covent Garden Theatre in London

Inhalt:
Im Zentrum der Handlung steht Alcina, eine Zauberin, die Helden auf ihre Zauberinsel lockt und sie in Steine, Bäume oder wilde Tiere verwandelt. Ihr letzter Gefangener ist Ruggiero, doch ist ihm bislang das Schicksal seiner Vorgänger erspart geblieben, weil sich Alcina – zu ihrem Unglück – in ihn verliebt hat.
Ruggieros Verlobte Bradamante (verkleidet als ihr eigener Bruder Ricciardo) und sein Erzieher Melisso sind zufällig auf der Insel gestrandet. Mit Hilfe eines Zauberringes, der die wahre Natur der Insel offenbart – eine trostlose Wüste – wird Ruggiero dazu gebracht, Alcina zu verstoßen und die Urne zu zerstören, die die Quelle ihrer Zauberkräfte birgt.
Die Verliebtheit von Alcinas Schwester Morgana in die verkleidete Bradamante sowie die Versuche von Alcinas eifersüchtigem Gefolgsmann Oronte, Ruggiero davon zu überzeugen, auch Alcina sei in Bradamante verliebt, sorgen für unterhaltsame Nebenhandlungen.
Die Burg:
Die Festung Hohenegg wurde 1173 errichtet, mehrere Besitzer erhielten durch bauliche Maßnahmen den ursprünglichen Zustand der Burg. Im Besonderen war es der berühmte Feldherr Raimund Montecuccoli, Sieger über die Türken bei Mogersdorf am 1.August 1664, der Hohenegg zu einer imposanten Burg ausgestalten ließ. Ab 1756 unbewohnt, wurden die Dachzeigeln an das Stift Melk verkauft. Danach setzte rasch der Verfall der Burg ein. In der heutigen Gestalt bietet die Burgruine Hohenegg mit ihren durch den Verfall entstandenen Höfen eine einzigartige Atmosphäre.
Der für diese Produktion gewählte Kleine Hof mit einem Fassungsvermögen von rund 250 Zuschauern hat optisch sowie akustisch einen kompakten, von der historischen Bausubstanz her niveauvollen Charakter.
Im Großen Hof findet man nach der Opernaufführung genügend Platz, den Ausklang des Abends – ganz im Sinne eines barocken Festes – würdig zu begehen. Ein an den Turm angrenzender Saal würde die Gelegenheit bieten, die Oper bei Schlechtwetter zumindest konzertant zur Aufführung bringen zu können. Ebenso im Turmbereich befinden sich die Sanitäranlagen, die für eine Besuchermenge von bis zu 1000 Menschen ausgelegt sind.
Vor der Burg gibt es auf einem speziell dafür adaptierten Grundstück Parkmöglichkeiten für mehrere hundert PKW.

Besetzung

Alcina: Elisabeth Kulman
Ruggiero: Dimity Jane Shepherd
Bradamante: Maren Engelhardt
Morgana: Anna Behne
Oronte: Garrie Davislim
Melisso: Stefan Zenkl
Musikalische Leitung: Rick Stengards
Inszenierung: Andreas Leisner
Ausstattung: Bettina Bender
Produktionsleitung: Stefan Zenkl
Ausführung: Hans Weyrer
Ausstattungsassistenz: Beatrix Lorber, Thurid Peine, Michaela Lutzmann
Technische Leitung: Ing. Helmut Baumann
Licht: Jan Freitag, NXP
Orchester auf Originalinstrumenten:
Geige: Russell McGregor, Stefan Pöchacher, Rick Stengards
Geige/Bratsche: Christiane Baumann
Violoncello: Ute Groh
Contrabass: Felipe Medina
Oboe: Elisabeth Baumer, Elke Pfoser
Fagott: Birgit Marckhgott
Cembalo: Christian Lebar
Chor:
Sopran: Regina Schachenhofer, Barbara Zidar
Alt: Magdalena Dlouhy, Elisabeth Breuer
Tenor: Peter Gratzl
Bass: Gerald Kolm

Programm

Georg Friedrich Händel: Alcina
Dramma per musica in tre atti, HWV 34
Text nach Ariosts "Orlando furioso" (1516)

Veranstalter

Junge Oper St. Pölten

Alle Termine

Freitag, 10. August 2001, 19.30 Uhr (Premiere, Rollendebüt)
Samstag, 11. August 2001, 19.30 Uhr
Mittwoch, 15. August 2001, 19.30 Uhr
Freitag, 17. August 2001, 19.30 Uhr
Samstag, 18. August 2001, 19.30 Uhr

Genre

Werke

Presse

  • 1.12.2001 · Opera Now · o.a.